Auch 2018 Seminare mit dem IVD-Mitte zusammen!

 

Auch in 2018 führe ich neben meinen Individualschulungen wieder Trainings zum Thema

 

"Immobilienfotografie für Immobilienmakler"

 

zusammen mit dem IVD-Mitte durch. Es werden alle Aspekte erfolgreicher Immobilienfotografie angesprochen. Folgende Termine sind geplant:

  • 1.2.2018
  • 27.9.2018

Die Schulungen finden im Raum Frankfurt statt.

 

Nähere Informationen finden Sie auch hier:

 

https://www.xing.com/events/immobilienfotografie-immobilienmakler-1881271

 

 

 

 

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"Ich mag keine Weitwinkelfotos"

Bild einer Küche, das nur wenig Raumgefühl vermittelt
Aufnahme mit Normalobjektiv

Dieser Satz fiel in der Diskussion nach einem Vortrag, den ich vor Wochen im Kreis einiger Makler gehalten habe. Der Herr, der ihn äußerte, vertrat die Meinung, dass mit einem Weitwinkelobjektiv aufgenommene Bilder Objekte nicht korrekt abbilden würden. Durch den Verzicht darauf erfolge eine Art Auslese bei den Interessenten, sodass weniger Besichtigungstermine durchgeführt werden müssten.

 

"Keine Weitwinkelfotos" hieße im Rückschluss, Normal- oder gar Teleobjektive in der Immobilienfotografie zu nutzen. Als Beispiel kommt auf diesem ersten Bild ein sogenanntes Normalobjektiv zum Zuge (50 mm Kleinbildäquivalent). Der Raum hat eine Länge von ca. 2,80 m und eine Breite von ca. 2,25 m.  Das Dilemma wird sofort deutlich: Man erfährt sehr wenig über diesen Raum, viele Fragen bleiben offen (Gibt es ein Fenster? Aus welchem Material ist die Spüle? Wie sieht die Spülarmatur aus? Welcher Bodenbelag? uvm.) Man könnte zwar mehrere unterschiedliche Bilder anfertigen, um mehr von diesem Raum zu zeigen, ein Raumgefühl ließe sich jedoch trotzdem nur schwer erahnen. Will man auf Weitwinkelfotografien verzichten, wird man wohl auch darauf verzichten müssen, Fotos dieser Küche (und vieler anderer Räume) im Exposé abzulichten. Eine Spezialisierung auf größere Gewerbeobjekte und Luxusimmobilien wäre wohl der einzige Ausweg.

 

Bild der selben Küche, das einen großen Teil des Raumes zeigt.
Aufnahme mit 16 mm (Kleinbildäquivalent)

Mit einem starken Weitwinkelobjektiv (16 mm Kleinbildäquivalent) bekommt man einen Eindruck, wie der Raum wirklich aussieht. Sowohl Boden als auch Decke sind zu sehen, es wird deutlich, wo sich das Fenster befindet, Spüle samt Armatur können erkannt werden.

 

Die Verwendung eines solchen Objektivs, ermöglicht auch Abbildungen von Räumen in kleineren Wohnungen und z.B. Reihenhäusern. Der große Aufnahmewinkel hat allerdings seinen Preis. An den Bildrändern können Objekt unnatürlich "verzeichnet" aussehen. Beim vorliegenden Foto sind die Lampe und auch die oberen Schrankkanten davon betroffen. Es handelt sich nicht (nur) um Kissen- oder Tonnenverzeichnungen, die man in der Nachbearbeitung korrigieren könnte.

 

Darüber hinaus muss man einen Kompromiss finden, auf der einen Seite genug vom Raum zu zeigen, andererseits aber nicht den Eindruck eines wesentlich größeren Raum als in der Realität zu vermitteln.

Aufnahme der Küche, das den Raum möglichst realitätsnah abbildet
Ausschnitt aus dem zweiten Bild, das u.a. Verzeichnungen ausblendet

Der Einsatz des Weitwinkelobjektivs lässt die Möglichkeit offen, in der Nachbearbeitung einen Ausschnitt des Bildes zu wählen, sodass die angesprochenen Verzeichnungen wegfallen.

 

Man kann natürlich auch gleich ein weniger extremes Weitwinkelobjektiv wählen, es gibt jedoch Punkte, die für die genannte Vorgehensweise sprechen:

 

Vor Ort kann die Kamera so ausgerichtet werden, dass die Linien nicht "stürzen", die Senkrechten also auch senkrecht abgebildet werden. Im vorliegenden Beispiel wurden auch waagerechte Linien horizontal ausgerichtet. Im Büro am Computer lässt sich dann in aller Ruhe der gewünschte Ausschnitt wählen, ohne dass stürzende Linien entstehen. Mit einem Objektiv mit geringerem Bildwinkel ließen sich diese Ausschnitte nicht oder nur mit entsprechender  Nachbearbeitung oder einer teuren Tilt/Shift-Optik ohne stürzende Linien erreichen. 

 

Qualitätseinbußen durch diese Vorgehensweise sind bei den in Immobilienbörsen üblichen Formaten bzw. in gedruckten Exposés üblichen Bildgrößen äußerst unwahrscheinlich.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Entscheidung: "Wie weitwinklig darf es denn sein?"

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Venus Puzzle - Ein Erfahrungsbericht

Vor geraumer Zeit hatte ich an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass man mit Immobilienbildern mehr machen kann, als sie ausschließlich im Exposé oder im Onlineinserat zu verwenden. Die große Anzahl an personalisierten Fotogeschenken drängt die Idee einfach auf, einmal nach dem Notartermin statt des Blumenstrauß und der üblichen Flasche Sekt (deren Etikett man übrigens auch selber gestalten kann) einmal etwas Persönlicheres zu übergeben.

 

Aus aktuellem Anlass benötigte ich ein Puzzle von einem Garten. Die Auswahl des Anbieters fiel auf die Firma Venus Puzzle s.r.o. Die deutsche Internetseite täuscht etwas darüber hinweg, dass sich das Unternehmen in der Slowakei befindet. Um dem Ergebnis etwas vorzugreifen, kann man jedoch sagen, dass sich daraus keine Nachteile (z.B. bei der Versanddauer) ergeben haben.

 

Das Bild selber wurde als Panorama aus 4 Einzelbildern erstellt, um eine möglichst gute Auflösung zu gewährleisten. Die versandte Datei hatte eine Auflösung von 10664 x 3820 Punkten. Das Puzzle mit ca. 2000 Teilen wurde in einer Größe von 48 x 134 cm geliefert. Der Preis betrug 34,90€ + 4,90 für den Versand. Eingaben wie Adresse etc. sowie das Hochladen des Bildes sind auf der Seite wie üblich recht einfach zu erledigen. Einzig für die Auswahl des genauen Ausschnitt des Bildes ist die Anzeige nach meinem Empfinden wesentlich zu klein. Ich habe mich deshalb entschieden, das Bild bereits vor dem Hochladen auf das Maß 48 x 134 zu schneiden, was sich als wesentlich besser herausstellte. Ich kann dieses Verfahren auch nur empfehlen. Nach Auswahl des Verpackungsdesigns und der Aufschrift sowie der Zahlung per Paypal (andere Zahlungsweisen sind möglich) war der Kauf abgeschlossen.

 

Auftrags- und Zahlungsbestätigung kamen umgehend. 26 Minuten später kam die Meldung, dass der Auftrag jetzt verarbeitet würde. Nach weiteren 55 Minuten erhielt ich bereits eine email von DHL, dass das Puzzle auf dem Weg zu mir wäre. Die Sendung konnte auf der Seite von DHL getrackt werden. Ich hielt es nach 2 Tagen in den Händen.

 

Die Qualität des Puzzles empfinde ich als gut. Farbwiedergabe und Schärfe des Bildes auf dem Karton und dem Puzzle selber sind völlig in Ordnung. Die Passgenauigkeit der Teile ist fehlerfrei. 

Fazit

Ich bin sehr mit dem Bestellvorgang, Lieferzeit und Tracking sowie mit dem gelieferten Ergebnis zufrieden. Bei meinem nächsten Puzzle werde ich sicher wieder bei Venus-Puzzle vorbeischauen. 

 

Sollte es sich bei Immobilienkäufern (oder deren Kindern) um Puzzleliebhaber handeln, ist das ein gute Alternative zur Sektflasche um die Zeit bis zur Übergabe der Liegenschaft zu überbrücken. In diesem Fall bietet es sich an, das Logo des Maklers dezent am Rand des Bildes anzubringen.

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Wie heben Sie sich vom Wettbewerb ab?

Es gibt heutzutage ein breites Angebot von Maklern, denen man den Verkauf seiner Immobilie anvertrauen kann. Warum sollte ein Verkäufer gerade Sie mit der Vermarktung seines Objekts beauftragen? Die Antwort auf diese Frage zu kennen und nach außen zu kommunizieren, ist äußerst um nicht zu sagen überlebenswichtig.

 

Schauen wir kurz auf einen anderen Markt. Wo kaufen Sie Ihre Lebensmittel? Dafür haben die meisten von uns sehr verschiedene Möglichkeiten:

  • bei dem Händler, der die meisten Prospekte in den Briefkasten geworfen hat
  • dort, wo die Sachen am frischesten sind
  • da, wo es am preiswertesten ist
  • dort, wo es den größten Parkplatz gibt
  • etc.

man kann sicher noch viele weitere Möglichkeiten aufzählen. Je nachdem, welche Prioritäten man setzt, wird man einen der möglichen Händler aufsuchen.

 

Nun zurück zum Immobilienmarkt: Wo soll man die Dienstleistung „Immobilienvermarktung“ einkaufen? Hier scheinen viele Makler darauf zu vertrauen, dass Sie nur genug Werbung machen müssen („die meisten Prospekte in den Briefkasten werfen“), um Vermarktungsobjekte zu akquirieren. Damit alleine erreicht man jedoch nur einen Teil der Verkäufer.

 

Wenn es bereits einen oder mehrere Makler gibt, die omnipräsent in den lokalen Zeitungen, auf Werbeplakaten und anderen Werbeträgern sind, ergibt es wenig Sinn, sich hier auch noch in eine Werbeschlacht zu werfen. Vielmehr ist es wichtig, ein oder mehrere Unterscheidungsmerkmal zu finden, mit dem man sich vom Wettbewerb abhebt. Das kann ein spezieller Verkäufertyp sein (z.B. Erbengemeinschaften oder Senioren), dem Sie ein besonderes Knowhow anbieten. Das kann ein bestimmtes Gebiet sein, in dem Sie sich besonders gut auskennen. Es kann auch z.B. ein spezieller Immobilientyp sein, auf den Sie sich spezialisiert haben. Wichtig ist, zu wissen und zu kommunizieren, was Sie von Ihrem Wettbewerb unterscheidet. Sie müssen Ihren USP (Unique Selling Point) kennen. Ansonsten verpufft Ihr Werbebudget.

 

Alleine im Bereich der Immobilienpräsentation gibt es verschiedenste Möglichkeiten sich vom Ihrem lokalen Wettbewerbern abzusetzen: Sind Sie der Makler, der

  • mit profesionellen Fotografen zusammenarbeitet, oder
  • Homestaging in seinem Angebot hat, oder
  • mit großem Aufwand perfekte Bilder macht, nachdem der Verkäufer das Anwesen komplett aufgeräumt und „entpersonalisiert“ hat, oder
  • mit weniger Aufwand (auch für den Verkäufer) gute Bilder macht,
  • Drohnenfotografie einsetzt,
  • Videos erstellt,
  • etc.

Durch eine solche Spezialisierung spricht man sicher Teile des Marktes nicht mehr an. Ohne eine solche Spezialisierung sprechen Sie jedoch auf Dauer niemanden mehr an.

  

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach Ihrer „ökologischen Nische“.

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IVD-Profitreffen in Wiesbaden-Schierstein

Am 19.10.2017 findet das IVD-Profitreffen der Regionen Rhein-Main und Wiesbaden statt. Unter anderem werde ich einen Vortrag zum Thema Immobilienfotografie halten.

 

Aus dem Inhalt:

  • Chancen und Wirkung guter Immobilienfotos
  • Wie sieht gegenwärtig die Realität aus?
  • Typische Fehler und ihre Vermeidung

 

Nähere Informationen zu der Veranstaltung finden sich hier.

 

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Das Problem mit dem Mischlicht

Häufig sieht man auf Innenaufnahmen seltsame Farbverschiebungen. So kommt es vor, dass sich um Glühlampen rötliche oder gelbe Höfe bilden oder in Bereichen, die hauptsächlich von Tageslicht beschienen werden, alles bläulich wirkt. Wie kommt das?

 

Das uns umgebende Licht hat unterschiedliche Farben. Sonnenlicht z.B. hat eine andere Farbe als das Licht von Glühlampen. Unser Auge ist in der Lage, sich auf diese unterschiedlichen Lichtfarben einzustellen. Ein weißer Bogen Papier sieht für uns weiß aus, egal ob in der Sonne, im Schatten, im Licht einer Leuchtstoffröhre oder unter einer Glühlampe. Wir ahnen höchstens, ob es sich um eher bläuliches oder eher gelbes Licht handelt.

 

Manche werden sich noch erinnern: Bei alten Videokameras musste immer vor einer Aufnahme ein manueller Weißabgleich durchgeführt werden. Inzwischen haben wir uns an einen automatischen Abgleich bei modernen Kameras gewöhnt. Der ist inzwischen recht ordentlich, sodass er im allgemeinen für die Immobilienfotografie völlig ausreicht.

 

Es gibt jedoch Fälle in denen man selber aktiv werden muss. Dies ist typischerweise dann der Fall, wenn im Raum zwei verschiedene Lichtfarben vorherrschen. Im gewählten Beispiel wurde die Kamera aus einem Flur heraus, der von Glühlampenlicht beleuchtet wurde, auf den Wohn-/Essbereich gerichtet, der sein Licht durch große, bodentiefe Fenster erhielt.

 

Nun ist es möglich, sofern das Bild im RAW-Format abgespeichert wurde, den Weißabgleich in der Nachbearbeitung anzupassen. Macht man dies im vorliegenden Fall, lässt sich der Blauton zwar erheblich reduzieren, dafür erhalten jedoch die Wände im Vordergrund einen gelben Ton. Das entspricht weder der Wirklichkeit, noch hinterlässt es einen positiven Eindruck.

 

Während der Aufnahme hätte man die Möglichkeit gehabt, den Flur durch Einsatz einer weiteren Lichtquelle mit einer anderen Lichtfarbe zu erleuchten, was jedoch vor Ort für mehr Aufwand/Zeit gesorgt hätte und sehr wahrscheinlich für einen von der Wirklichkeit abweichenden Eindruck sorgen würde.

 

Die Alternative ist, in der Nachbearbeitung den Schaden zu begrenzen. Dafür wurde in diesem Fall das obere Ausgangsbild genommen. Der bläuliche Bereich wurde mit der "elliptischen Auswahl" markiert, die ausgewählte Fläche dann mit einem "weichen" Rand ausgestattet, d.h., dass auf diese Auswahl angewendete Effekte weich auslaufen und so die Bearbeitung weniger auffällt als bei einem harten Übergang.

 

In dem so markierten blauen Bereich wurde dann die Sättigung für Blau erheblich abgeschwächt und das Bild insgesamt aufgehellt.

Wenn eine Darstellung dieser Sicht gewünscht wird, lässt sich das Ergebnis wesentlich eher verwenden, als die beiden zuvor abgebildeten Versionen und kommt der Wirklichkeit erheblich näher. Es gibt andere Problemlösungen, die z.B. auch den Blick in den Garten berücksichtigen. Diese sind jedoch etwas komplexer und würden den Rahmen dieses Blogs sprengen.

 

Es wird deutlich, dass eine Veröffentlichung von Immobilienbildern mit durch Mischlicht verursachten Farbfehlern nicht notwendig ist, da sich diese relativ einfach in der Bearbeitung auf ein erträgliches Maß reduzieren lassen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Farbanpassung Ihrer Rohbilder, wo dies notwendig ist..

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Seminar zeigt Wirkung

Im Mai diesen Jahres habe ich bei einem größeren Makler in Süddeutschland ein Seminar zur Immobilienfotografie durchgeführt. Es war eine angenehme Veranstaltung mit sehr aktiven Teilnehmern und interessanten Gesprächen und Diskussionen. Heute - nach ein paar Monaten - habe ich einmal wieder eine Blick auf die Internetseite des Maklers geworfen. Zu meinem freudigen Erstaunen konnte ich feststellen, dass ein großer Teil der gezeigten Bilder von erheblich höherer Qualität waren als noch im Frühjahr vor meiner Veranstaltung.

 

Ganz offensichtlich wurde Kameraposition und -ausrichtung ganz bewusst gewählt. Stürzende Linien konnte ich auf den neueren Bildern ausschließlich als Gestaltungsmittel finden. Scheinbar hat man auch in ein geeignetes Weitwinkelobjektiv investiert. Die wenigsten Fotos sind offensichtliche Schnappschüsse. Im Gegenteil, ein sehr großer Teil der Bilder macht einen sehr professionellen Eindruck.

 

Es ist schön zu sehen, dass mein Seminar Früchte trägt. Ich wünsche dem Team, dass diese erfolgreiche Umsetzung auch bald kommerzielle Erfolge hervorbringt.

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Hoch- oder Querformat? Wie sinnvoll sind CD-Vorgaben?

Landscape oder Portrait?
Landscape oder Portrait?

Einige meiner Kunden haben Corporate Design-Vorgaben. Das betrifft mich z.B. bei der Erstellung von Businessporträts der Mitarbeiter. Die Vorgaben können von der Hintergrundbeschaffenheit über Beschnitt bis hin zu Lichtsetzung gehen. Um gerade bei größeren Maklerunternehmen mit mehreren/vielen Büros zu einem einheitlichen Auftritt zu kommen, können solche Vorgaben sehr hilfreich sein.

 

Ähnliche Vorgaben existieren nur in sehr eingeschränkter Weise bzgl. Immobilienbildern. Wie sehr würde sich so mancher, der auf der Suche nach einer Immobilie ist, über die Vorgabe freuen, dass Innenaufnahmen ausschließlich mit gerade ausgerichteter Kamera zu erstellen sind, um Bilder zu vermeiden, die den Eindruck vermitteln, das Objekt stünde kurz vor dem Zusammenbruch. Auch andere, der Qualität der Bilder wirklich zuträgliche Vorgaben sind mir noch nicht gemacht worden. Hier gibt es manchmal eher sinnfreie Anforderungen wie "mindestens 18 MPixel". Im Internet werden meist weniger als 1 MPixel gezeigt, für einen Ausdruck im Exposé reichen 8 MPixel völlig aus. Auch die Angabe "mindestens 300 DPI" ist bei fehlender Angabe der Größe des Ausdrucks durch einen kurzen Eintrag in den Bilddaten ohne Auswirkungen auf die Qualität zu erfüllen. 

 

Hilfreiche Vorgaben beziehen sich darauf, welche Ansichten fotografiert werden sollen und in welcher Reihenfolge die Bilder zu präsentieren sind. So etwas dient dem einheitlichen Auftritt und der Wiedererkennbarkeit des Unternehmens bei Interessenten. 

 

Sehr häufig sollen ausschließlich Bilder in horizontaler Ausrichtung gezeigt werden. Das halte ich für eine starke und vor allem unnötige Einschränkung, die auch von manchen Immobilienportalen vorgegeben wird. Wir können froh sein, dass solche Anforderungen in Italien zu Beginn des 16. Jahrhunderts weitestgehend unbekannt war. Vielleicht hätte Leonardo da Vinci die Mona Lisa sonst in einem gänzlich anderen Format malen müssen, was auch zu einem gänzlich anderem Bild geführt hätte.

 

Die meisten Immobilienfotos sind waagerecht ausgerichtet. Allein schon deshalb, weil die meisten Räume breiter als hoch sind, ergibt das auch eine Menge Sinn. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen das Hochformat die weitaus bessere Wahl ist. Hier ein Beispiel: Gerade in kleinere Objekten wird zumeist jeder Raum fotografiert und im Exposé dargestellt. Schmale Räume wie eine kleine Kochküche oder eine Gästetoilette lassen sich häufig nur von der Tür an der kurzen Seite aus sinnvoll fotografieren. Die drei Bilder sollen die Problematik verdeutlichen:

 

 

Bild 1 wurde waagerecht von der Tür aus fotografiert. Bild 2 wurde ebenfalls waagerecht fotografiert, die Kamera jedoch weiter nach hinten gerückt, sodass auch Tür und Rahmen zu sehen sind. Das dritte Bild wurde dann hochkant aufgenommen, der Aufnahmestandpunkt so gewählt, dass der Türrahmen noch nicht auf dem Bild erscheint. In allen Fällen wurde ein 10mm Objektiv an einer APS-C-Kamera verwendet. Das entspricht ca 16mm am Vollformat und 8 mm an einer MFT-Kamera. Mir erscheint das letzte Bild das geeignetste. Hier sieht man am meisten von dem Raum. Trotzdem bitte ich Sie, sich eine eigene Meinung dazu zu bilden. Die Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.

 

Sollten Sie zum selben Ergebnis kommen wie ich, werden Sie die Beschränkung auf waagerecht ausgerichtete Bilder ebenfalls als unschöne Einschränkung empfinden.

 

Es gibt Immobilienportale, die zwar Bilder in "Porträtausrichtung" zulassen, jedoch dann links und rechts des Bildes einen hässlichen weißen oder grauen Rand stehen lassen. Hier kann es helfen, in der Nachbearbeitung an den Seiten des Bildes je eine transparente Fläche anzufügen, wodurch ein Bild in "Landscape"-Ausrichtung entsteht. Da das jpg-Format keine Transparenz kennt, sollte das Ergebnis dann dann als PNG-Datei hochgeladen werden. Dies ist bei einigen Portalen die schönere Lösung. Ausprobieren lohnt sich.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Wahl der jeweils zum Motiv passenden Ausrichtung. Übrigens: Ich berate auch Unternehmen bzgl. ihres Corporate Designs im Bereich der Immobilienfotografie.

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Für wen erstellen Sie das Exposé?

Eine seltsame Frage? Klare Antwort: Für die Kaufinteressenten? Wirklich?

 

Sicher ist das eine der Zielgruppen eines Exposés. Die alleine wäre allerdings zu kurz gegriffen. Ich möchte einmal 4 Zielgruppen etwas näher betrachten.

 

Der erste, an den sich das Exposé wendet, ist der Verkäufer selber. Er möchte, dass seine Liegenschaft möglichst attraktiv dargestellt wird. Die Eigenschaften der Immobilie, die er oder sie als besonders hervorstechend empfindet, soll auch positiv dargestellt werden. Das ist nicht immer einfach, da der Eigentümer nicht selten einen sehr speziellen Blick auf das Verkaufsobjekt hat. Trotzdem ist es wichtig, ihn mit dem Exposé zu überzeugen. Schließlich soll er weiterhin von seinem Makler überzeugt sein und möglichst positive Aussagen bei seinen Gesprächspartnern darüber machen. Man möchte  ja weiterempfohlen werden.

 

Kaufinteressenten bilden die zweite Zielgruppe. Diese sollen durch das Exposé zu einer Besichtigung ermuntert und positiv darauf eingestellt werden. Darüber hinaus soll das Exposé, gerade wenn es erst zum Abschluss eines Besichtigungstermins überreicht wird, den Interessenten die Vorteile der Liegenschaft vor Augen und in Erinnerung halten. Zudem stellt es selbstverständlich alle für den Käufer wichtigen Informationen zur Verfügung.

 

Spätestens die dritte Zielgruppe wird von vielen Maklern ganz offensichtlich außer Acht gelassen: Die Berater. Hinter diesem Begriff stehen bei selbst genutzten Wohnimmobilien alle Freunde, Verwandten, Arbeitskollegen, Finanzberater etc. der Interessenten, die das Exposé zu Gesicht bekommen. Dies geschieht häufig ohne die explizite Absicht, einen Rat zu erhalten. Trotzdem gibt fast jeder seinen Eindruck an den Interessenten weiter. Die Mitglieder dieser Zielgruppe haben das Objekt zumeist noch nie gesehen. Das bedeutet, hier konkuriert die Immobilie nicht mit anderen Immobilien am Markt, hier konkuriert in erster Linie das Exposé mit den Verkaufsunterlagen anderer Objekte. Während Verkäufer und Interessent (nach der ersten Besichtigung) die Immobilie vor Augen haben, können sich die Berater nur auf Texte und Bilder des Exposés beziehen.

 

Immobilienfoto: Schlecht gemachtes Foto eines Flurs
So sollte es eher nicht aussehen.

Kann das Exposé nicht für sich alleine stehend punkten, z.B. weil statt profesioneller Bildern nur ein paar Schappschüsse eingebunden wurden, wird es schwer. Alleine wenn die Freunde nicht die erwartete Begeisterung zeigen, sinkt die Kaufbereitschaft des Interessenten. Es nutzt da wenig, wenn ein Raum beispielsweise gut geschnitten und hell ist. Zeigt das Exposé einen dunklen, weil falsch belichteten Raum mit scheinbar zum Umfallen neigenden Wänden, wird es schwer. Nicht selten sind das die Fälle, in denen ein schon fast gewonnen geglaubtes Geschäft dann doch nicht zustande kommt.

 

Die vierte und letzte Zielgruppe in dieser Übersicht sind Verkaufsinteressenten. Ein Makler bietet eine komplexe Dienstleistung an. Wer sich nicht auf die Güte des Anzugs oder die spontane Sympathie bei der Suche nach "seinem" Makler verlassen will, kann entweder auf gute Empfehlungen hoffen oder versuchen, die Dienstleistung selber zu bewerten. Hier bieten sich im allgemeinen als einziges öffentlich zugängliche Dokument (Online-)Exposés an. Ein nicht ausreichendes Verkaufsdokument (fehlende Informationen, unprofessionelle Fotos, unklare Grundrisse, offensichtliche Schreibfehler) animiert wenig dazu, dem Verfasser die eigene Immobilie zur Vermarktung zu überlassen.

 

Die kurze Darstellung dieser vier Zielgruppen macht deutlich, wie wichtig die Erstellung eines guten Exposés auch in Zeiten, in denen sich der Immobilienmarkt in sehr großen Teilen als Verkäufermarkt präsentiert, ist. Das bedeutet zwar einen gewissen Aufwand, zumal die Anforderungen der einzelnen Zielgruppen nicht immer kongruent sind, zahlt sich aber am Ende aus.

 

Ich wünsche ihnen viel Erfolg bei der Erstellung Ihrer Exposés.

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Professionelle Bildbearbeitung als Alternative zu professioneller Immobilienfotografie?

Immobilienfoto: Gegenüberstellung eines Küchenfotos vor und nach der Bearbeitung
Vor und nach der Bearbeitung

Bei der Vorbereitung meiner Seminare greife ich gerne auf Fotos der Teilnehmer zurück, die ich mir vor der Veranstaltung zusenden lasse. Zumeist finden sich Bilder, die typische Verbesserungspotenziale wie dunkle Innenräume, scheinbar schräge Wände, störende Gegenstände etc. zeigen.

 

Diese Fotos verwende ich dann an den passenden Stellen im Seminar. Nach einer kurzen gemeinsamen Analyse zeige ich das Bild nach einer Bearbeitung um eine Idee weiterzugeben, wie das Foto hätte aussehen können. Reaktion der Teilnehmer ist häufig:"Das ist ja ein völlig anderes Bild!"

 

Ich mache immer deutlich, dass das Gezeigte nicht dazu verleiten soll, nachlässig zu fotografieren. Es ist zumeist effektiver, direkt bei der Fotografie die Dinge richtig zu machen als hinterher in der Nachbearbeitung lange "herumzubasteln". Es zeigt sich aber auch, dass eine professionelle Bearbeitung in den meisten Fällen die Bildwirkung weiter optimiert.

Immobilienfoto: Gegenüberstellung einer Außenansicht vor und nach der Bearbeitung
Vor und nach der Bearbeitung

Wenn man sich nun aus welchen Gründen auch immer scheut, einen professionellen Fotografen einzubeziehen, kann es ein überdenkenswerter Schritt sein, die Fotos eines Objektes professionell bearbeiten zu lassen. Das ist weitaus günstiger und flexibler als die Erstellung durch einen Berufsfotografen. Auf der anderen Seite hat diese Methode natürlich auch Ihre Grenzen. Wie bereits beschrieben sind viele Entscheidungen während der Aufnahme im Nachhinein nur teilweise zu revidieren.

 

Trotzdem hat diese Methode Vorteile gegenüber der Vorgehensweise, suboptimale Fotos unbearbeitet ins Exposé zu stellen und im Internet zu veröffentlichen. Zum einen erhält man aussagekräftigere Bilder, die die Vorteile einer Liegenschaft besser transportieren als die fehlerhaften Originale. Darüber hinaus erhält man die Möglichkeit, auf sehr einfache und kostengünstige Art und Weise die eigenen Bilder einer kritischen Analyse zu unterziehen. Durch die Gegenüberstellung der beiden Versionen bekommt man schnell einen Eindruck, welche Ziele die Optimierung der eigenen Fotografie haben sollte.

 

Zurück zur Grundfrage: Ist die professionelle Bildbearbeitung eine Alternative zu professioneller Fotografie? Meine Antwort: Sicher nicht! Die Wahl von Kamerastandpunkt und -orientierung lässt sich beispielsweise nicht nachträglich verändern. Der Bildausschnitt lässt sich im Nachhinein nur verkleinern, nicht vergrößern. Die Auswirkung von Blende und Belichtungszeit ist hinterher nur eingeschränkt anzupassen. Aber es ist eine Alternative zu nicht oder schlecht bearbeiteten Fotos.  Es wird in vielen Fällen ein Schritt auf dem Weg zu besseren Immobilienfotos sein. Das betrifft sowohl die bearbeiteten Bilder selber als auch die Erkenntnisse , die daraus gezogen werden, sei es die eigene Fotografie zu verbessern, sei es dieses wichtige Vertriebs- und Akquisewerkzeug doch besser in professionelle Hände zu legen. 

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihren (bearbeiteten) Immobilienbildern.

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Retusche bei strukturiertem Hintergrund oder "Wie bekomme ich die Hausschuhe aus dem Bild?"

Immobilienfoto: Zwei Bilder einer Küche einmal mit einmal ohne herumstehende Pantoffel.
Vor und nach der Retusche

Retusche von Immobilienfotos ist immer eine heikle Angelegenheit. Schließlich sollen die Bilder den tatsächlichen Gegebenheiten, die man bei der Besichtigung der Liegenschaft vorfindet, entsprechen. Gerade das Verdecken von Baumängeln auf den Fotografien kann vorsichtig ausgedrückt zu erheblichen Friktionen führen.

 

Auf der anderen Seite: Warum soll man den braunen Fleck im Rasen nicht retuschieren, wenn er wenige Tage nach der Aufnahme wieder grün zugewachsen ist?

 

Darüber hinaus kommt es immer wieder vor, dass dem Auftraggeber bei der Durchsicht der Fotos Gegenstände auffallen, die der Öffentlichkeit vorenthalten werden sollen. Und auch bei sehr sorgfältiger Vorbereitung der Immobilie kann es kann vorkommen, dass man Störendes während der Aufnahme übersehen hat.

 

Immobilienfoto: Bild der zur Überdeckung herausgeschnittenen Fläche
Hier wurde die Überdeckungsfläche ausgeschnitten

Der Deutlichkeit halber wurde in diesem Beispiel ein paar Hausschuhe "übersehen", die von dem Bild verbannt werden sollen. Die Herausforderung bei der Retusche ist der strukturierte Boden. Da die Fliesenfugen perspektivisch auseinander laufen, kann man mit dem Stempel- oder Reparaturpinselwerkzeug kein befriedigendes Ergebnis erreichen. Ähnliches ist auch bei anderen strukturierten Bodenflächen wie Parkett/Laminat sowie bei vielen Tapeten der Fall.

 

Eine Lösung dafür ist eine Überdeckung der Schuhe mit einem Ausschnitt des sich davor befindlichen Bodens. Man wählt ein Rechteck, kopiert es und legt es dann über die Schuhe - ggf. in einer darüberliegenden Ebene. Mit Hilfe des Perspektive-Werkzeugs, lässt sich dann der Ausschnitt so anpassen, dass der Übergang zum Originalbild nicht mehr auffällt. Hierbei dienen die Fugen als Ausrichtungshilfe. Durch weiches Ausblenden des Randes der Überdeckung wird das Ergebnis weiter perfektioniert.

Immobilienfoto: Retuschiertes Bild, die Retusche einer Spiegelung wurde vergessen.
Phantompantoffel

Bei der Retusche ist darauf zu achten, dass auch Schatten oder Spiegelungen ggf. retuschiert werden müssen. Unerklärliche Spiegelungen z.B. in den Küchenfronten sind etwas peinlich und können Fotografen/Makler/Verkäufer evtl. in Erklärungsnot bringen.

 

Der Aufwand für eine solche Retusche ist nicht zu hoch, trotzdem sollte man bei der Aufnahme solche Patzer möglichst vermeiden. Ganz ausschließen wird man sie nie können.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Aufnahme und ggf. Retusche Ihrer Immobilienfotos.

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Lofts fotografieren

Immobilienfoto, Bild des Koch- und Essbereichs
Küche und Essbereich

Vor einigen Tagen habe ich ein Loft fotografiert, das zum Verkauf steht. Gibt es Besonderheiten, die beim Fotografieren eines Lofts zu beachten sind?

 

Um diese Frage zu beantworten, stelle ich die Zusatzfrage:"Wie unterscheiden sich Lofts von "normalen" Wohnungen?"

 

Herausragender Unterschied ist sicher die Abwesenheit vieler Wände, die man üblicherweise in einer Wohnung findet. Es gibt einen großen Hauptraum, der die Aufgaben verschiedener Räume übernimmt. Das sind zumindest 

  • Küche
  • Esszimmer
  • Wohnzimmer

Je nach Vorlieben und Anforderungen der Bewohner können weitere Funktionsbereiche hinzukommen wie, Arbeitszimmer, Ankleidezimmer, Fernseh-/Kinoraum, Spielzimmer mit Billardtisch, Kicker und/oder Tischtennisplatte. Es wurden auch schon Schlaf- und Badebereiche im offenen Hauptraum gesichtet.

 

Bei der Fotografie achte ich darauf, dass auf der einen Seite die Größe des Raums mit allen seinen Bereichen dargestellt wird. Auf der andere Seite fotografiere ich möglichst auch jeden Funktionsbereich für sich, um der Präsentation Struktur zu geben. Man kann auch zwei Bereiche zusammenfassen, bei Küche und Esszimmer bietet sich das schon einmal an, ich bemühe mich aber, auf den Bildern möglichst selten halbe Räume zusätzlich zum eigentlichen Motiv abzulichten. Da teilweise die Bereiche durch unterschiedliche Bodenbeläge von einander abgesetzt sind, orientiere ich mich auch daran.

 

Immobilienfoto: Blick durch die Eingangstür in ein Loft hinein
Wohnungstür

Zumeist betritt man ein Loft direkt ohne einen Flur als Zwischenstation. Deshalb kann ein Blick durch die Wohnungstür in das Loft hinein, wobei die Tür selber als Umrahmung des Bildes dient, interessant sein.

 

Da Lofts häufig aus Fabriketagen oder ähnlichen gewerblichen Räumen entstehen, ist das Umfeld oft eher nüchtern, um keinen anderen Ausdruck zu benutzen. Auch wenn Interessenten, die nach einem Loft suchen, zumeist kein grünes Umfeld erwarten, sollte man bei den Außenaufnahmen Vorsicht walten lassen und sich ggf. auf ein Foto der Haustür beschränken. Auf Bildern sieht ein industrielles Umfeld meist drastischer aus als die Wirklichkeit vor Ort empfunden wird.

 

Für die Aufnahmehöhe- und -position, Belichtungseinstellungen etc. gilt das selbe, was ich auch schon in anderen Beiträgen in meinem Blog und den Tutorials geschrieben habe.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Loftfotografie.

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Biometrische Passfotos

Schablone für das biometrische Ausweisbild in Deutschland
Schablone für das biometrische Ausweisbild in Deutschland

Zu Passbildern habe ich hier im Blog ja schon etwas geschrieben. Nun müssen Fotos für einen Ausweis inzwischen meistens "biometrisch" sein. Das bedeutet, sie müssen bestimmten Vorgaben genügen, um von der jeweiligen Behörde anerkannt zu werden.

 

Für deutsche Ausweise heißt das u.a.:

  • heller Hintergrund
  • Blick und Kopfhaltung gerade in die Kamera
  • möglichst schattenfreie Beleuchtung
  • Kamera ca. in Augenhöhe
  • recht helle Belichtung

Nähere Informationen und z.B. die Schablone links gibt es beim Bundesministerium des Inneren.

 

Um die schattenfreie Beleuchtung zu gewährleisten, nutze ich eine Softbox, die ich knapp über der Kamera frontal vor der Person aufstelle und auf sie ausrichte. Schatten unter dem Kinn werden durch einen Reflektor, der ungefähr auf Bauchhöhe waagerecht gehalten wird, abgemildert. Der helle Hintergrund wird durch einen zweiten Blitz weiter aufgehellt.

 

Will/muss man ohne Blitz arbeiten, stellt man die abzulichtende Person frontal vor einem Fenster (ohne direkte Sonneneinstrahlung) auf. Der helle Hintergrund und der Reflektor von unten (kann z.B. auch eine weiße Tischplatte, einen Karton oder ein Tischtuch sein) müssen auch hier sein.

 

Der Bildausschnitt sollte großzügig gewählt werden, damit für die Wahl des Ausschnitts genug Raum vorhanden ist. 

 

Der Ausschnitt wird in der Nachbearbeitung gewählt. Dazu legt man die Schablone im Bearbeitungswerkzeug in eine Ebene über das Foto und wählt für diese Ebene eine Deckkraft von ca. 20%, um das eigentliche Bild ausreichend zu sehen. Nun wird die Schablone!! durch Skalieren und Verschieben so ausgerichtet, dass das darunter liegende Bild den Vorgaben entspricht. Danach wird das Bild entsprechend der Umrisse der Schablone ausgeschnitten.

 

Weitere Bearbeitungen sollten nur vorsichtig erfolgen und sich möglichst auf Helligkeit/Kontrast und ggf. korrekten Weißabgleich beschränken. Eine Retusche über die Entfernung von vorübergehend vorhandenen Unschönheiten wie Pickeln verbieten sich aus nahe liegenden Gründen genauso wie Manipulationen am Bild, die zu einer Veränderung der Proportionen (z.B. Streckung oder Stauchung) führen. Wie das Foto dann im Drogeriemarkt Ihres Vertrauens ausgedruckt werden kann, habe ich hier beschrieben.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihren biometrischen Passbilden. Mit Hilfe des Selbstauslösers geht das übrigens auch durchaus von sich selber.

 

 

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Homestaging und Immobilienfotografie

In den letzten Tagen bin ich mehrfach auf Beiträge gestoßen, in denen die Vorteile von Homestaging insbesondere durch höhere Verkaufspreise und kürzere Angebotszeiten beschrieben wurden.

 

Um die Aussagen zu untermauern, wurden jeweils Bilder gezeigt, die den Zustand eines Raumes vor dem Staging und auf einem zweiten Bild den Raumeindruck nach dem Staging darstellten. Es wird beim Anblick solcher Bilder deutlich, dass Homestaging eine Immobilie wesentlich angenehmer und damit wertvoller erscheinen lassen kann. Auf den Bildern, die mir aufgefallen sind, verpuffte jedoch leider eine großer Teil des Potenzials. Ein Foto von einem schönen Objekt ist nicht zwangsläufig ein schönes Foto. 

 

In den vorliegenden Fällen, die sicher nicht repräsentativ für die gesamte Branche sind,  wurden beim Fotografieren typische Fehler gemacht, die dazu führten, dass z.B. die Wände aussahen, als wären sie kurz vor dem Einsturz, und so manche Ecke eher düster dargestellt wurde, obwohl das Lichtkonzept üblicherweise zum Homestaging gehört. 

 

Ich betone gerne immer wieder, wie wichtig eine gute Anordnung geschmackvoller Möbel für die positive Ausstrahlung von Immoblienbildern ist. Vor ein paar Wochen hat  auch Frau Hoffmann, die übrigens u.a. als Immobilienfotografin tätig ist und ihre Arbeit entsprechend positiv dokumentiert, in ihrem Gastbeitrag in meinem Blog auf die positive Wirkung von Homestaging hingewiesen. Der Umkehrschluss sollte jedoch nicht vergessen werden: Durch gute Immobilienbilder wird die Arbeit einer Homestagerin/eines Homestagers hervorgehoben. Dabei gelten die gleichen Regeln wie bei den Verkaufsbildern von Maklern. Es mag noch das eine oder andere Detailbild z.B. eines dekorierten Tischs oder Regals hinzukommen.

 

Der Gedanke, eine gute Arbeit als Homestager bräuchte keine guten Fotografien, ist jedoch genauso falsch wie der, eine gut geschnittene Immobilie in guter Lage benötige keine ansprechenden Immobilienbilder.

 

Ich wünsche allen Homestagern Bilder, die die Qualität Ihres Tuns unterstreichen.

 

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Bearbeitung löst nicht jedes Problem

Immobilienfoto Bild eines Treppenhause mit großen Helligkeitsunterschieden
Bildsituation mit extremer Dynamik/Kontrastverteilung

Bei meinen Seminaren nutze ich gerne Bilder, die mir vorher von Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurden, um die Herausforderungen bei der Immobilienfotografie zu verdeutlichen. 

 

Üblicherweise wähle ich ein Bild mit großen Kontrasten aus, bei der die automatische Belichtung nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat. Der Innenraum wurde zu dunkel dargestellt. Ich helle das Innere des Raumes auf und versuche, die zu hellen Fenster abzudunkeln. Stürzende Linien werden begradigt, ein paar herumliegende Gegenstände wegretuschiert.

 

Das Ergebnis ist ein wesentlich professioneller wirkendes Bild, wie mir auch immer von den Teilnehmer bestätigt wird. Dabei kommt regelmäßig die Frage auf, warum man nicht einfach weiterhin mit einem automatischen Belichtungsprogramm arbeiten soll, wenn man soviel im Nachhinein anpassen kann.

 

Um zu untermauern, dass das kein Lösung ist, habe ich ein einfaches, wenn auch recht extremes Experiment durchgeführt: Mit einer ca. älteren digitalen Spiegelreflexkamera habe ich ein Bild eines recht dunklen Treppenhauses mit einem hellen Fenster gemacht. Das Ergebnis ist links oben zu sehen. Während das Fenster überbelichtet ist, "saufen" die Schatten ins Schwarze ab. Auch wenn das menschliche Auge die reale Situation vor Ort sehr gut erkennen kann, hat die digitale Kamera große Probleme, die Situation abzubilden. Bei moderneren Kameras wäre die Problematik zwar abgeschwächt, aber immer noch vorhanden.

Nachträglich stark aufgehellter Ausschnitt mit Rauschen und Farbverfälschungen
Ausschnitt (nachträglich stark aufgehellt)

Um mehr von der Treppe erkennen zu können, wurde das Bild in der Nachbearbeitung um ca. 3 Blendenstufen aufgehellt. Das Ergebnis ist rechts in einem Ausschnitt des obigen Bildes zu sehen. Es gibt starke Farbverfälschungen und das Bild ist sehr verrauscht. Beides fällt auch in der Gesamtsicht  auf.

 

Das kann also nicht die Lösung sein. Statt dessen muss die Belichtung zum Zeitpunkt der Aufnahme geändert werden. Da eine Veränderung der Blende oder Empfindlichkeit ungewollte Nebeneffekte hat (Schärfe, Rauschen) ist es am empfehlenswertesten, die Belichtungszeit zu verlängern. Im Experiment wurde sie verachtfacht, was ebenfalls 3 Blendenstufen entspricht.

Gleiches Bild wie vorher, jedoch ohne Farbverfälschungen und mit weniger Rauschen)
Ausschnitt (3 Blendenstufen heller belichtet)

Das Ergebnis - als Ausschnitt links im Bild - ist wesentlich befriedigender. Rauschen und Farbverfälschungen sind erheblich verringert.

 

Was natürlich bleibt, ist die Überbelichtung im Fensterbereich. Um diese zu umgehen, gibt es die Möglichkeit, den dunkleren Bereich künstlich auszuleuchten, um die Helligkeitsunterschiede abzumildern. Hier bietet sich die vorhandene elektrische Beleuchtung an. Alternativ kann der Bereich mit einem Aufsteckblitz indirekt beleuchtet werden. In beiden Fällen kann es zu unschönen Effekten kommen, wenn die  Lichtfarbe der einzelnen Lichtquellen unterschiedlich ist. Die zweite Alternative beruht darauf, mehrere Bilder mit jeweils korrekter Belichtung für die einzelnen Bereiche (hier mindestens zwei: Fensterbereich und Treppe) zu erstellen Die weiteren Schritte habe ich hier beschrieben.

 

Fazit: Die Bearbeitung Ihrer Fotos kann ihre Qualität wesentlich verbessern, man kommt jedoch nicht umhin, bei der Erstellung der Bilder die notwendige Sorgfalt walten zu lassen. Eine falsche Belichtung, z. B. durch blindes Vertrauen in die Automatikfunktionen der Kamera, kann nur in gewissen Grenzen im Nachhinein korrigiert werden.

 

Ich wünsche Ihnen eine sichere Hand bei der Belichtung Ihrer Immobilienfotos.

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Das Werkzeug muss stimmen

Mehrere Objektive und Flaschen
Das richtige Glas ist wichtig!

Bei der Durchführung des in meinem letzten Blogbeitrag angesprochenen Seminars in dieser Woche wurde den Teilnehmern zwei Dinge besonders deutlich:

  1. Es reichen oft wenige Veränderungen bei der Fotografie aus, um die technische Qualität der Eposébilder erheblich zu verbessern.
  2. Es kommt ganz erheblich auf das richtige Glas an. Wenn das verwendete Objektiv nicht weitwinklig genug ist, können viele Perspektiven erst gar nicht aufgenommen werden.

Häufig werden von Maklern Kameras mit einem APS-C-Sensor und dem standardmäßig mitgelieferten Kit-Objektiv (Brennweite 18-55mm) genutzt. Die kürzeste Brennweite 18 mm (Kleinbildäquivalent: ca. 29mm) reicht häufig nicht aus um z.B. den Waschplatz in einem Badezimmer frontal angemessen aufzunehmen. Gerade in kleineren Badezimmern findet man überhaupt keinen Kamerastandpunkt, um einen Raumeindruck wiedergeben zu können. 

 

Auch bei Außenaufnahmen gibt es so oft nicht genügend Platz nach hinten, um das Objekt insgesamt aufzunehmen. Das unpassende Objektiv verleitet darüber hinaus, die Kamera nach oben zu schwenken, um das Objekt doch irgendwie aufnehmen zu können, was zu stürzenden Linien führt, die in der Nachbearbeitung wieder korrigiert werden müssen, was jedoch selten genug gemacht wird.

 

Sicher reicht es nicht aus, einen teuren Konzertflügel zu besitzen, um perfekt Klavier spielen zu können, aber auch Horrowitz hätte auf einem verstimmten Klavier vom Flohmarkt kein erfolgreiches Konzert zustande gebracht. Ohne das richtige Werkzeug ist Immobilienfotografie nur eingeschränkt möglich. Das Thema "Passendes Objektiv" habe ich bereits HIER beschrieben. Für APS-C Kameras sind z.B. einige Zoom-Objektive mit Brennweiten von 10-20 mm oder 10-18 mm auf dem Markt erhältlich, deren Abbildungsqualität für Exposéfotos mehr als ausreicht.

 

Zögern Sie nicht, etwas in das passende Werkzeug zu investieren, sofern dies nicht schon geschehen ist. Wenn man nur einen Hammer hat, lässt sich schwer schrauben.

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Was senkrecht ist muss senkrecht bleiben!

Bei der Vorbereitung eines Seminars für ein größeres Maklerunternehmen schaue ich mir gerade die Fotos in den aktuellen Exposés meines Auftraggebers an.

 

Es fallen dabei in der Immobilienfotografie durchaus verbreitete Phänomene auf: Innenaufnahmen sehen so aus, als ob die Immobilie im Moment  des Zusammenfalls fotografiert wurde, bei Außenaufnahmen stürzen die Objekte nach hinten um. 

 

Da sowohl Fotograf und Kamera das Ereignis überlebt zu haben scheinen als auch das Objekt noch immer zum Verkauf angeboten wird, kann es sich nur um eine Täuschung handeln. Diese entsteht, wenn die Kamera während der Aufnahme nicht genau waagerecht gehalten wurde.

 

Wie kommt es dazu? Viele dieser Bilder wurden offensichtlich aus Augenhöhe geschossen. Bei einer 1,80m großen Person heißt das, dass das Objektiv ca. 1,70m vom Boden und in den meisten Liegenschaften 80-90cm von der Decke entfernt ist. Bei waagerechter Ausrichtung der Kamera bedeutet das wiederum, dass wesentlich mehr Decke als Fußboden auf dem Bild zu sehen ist, was normalerweise nicht gewünscht wird. Intuitiv neigen dann die meisten die Kamera soweit nach unten, bis fast keine Decke aber wesentlich mehr Fußboden auf dem Bild erscheint. Die Folge sind die oben beschriebenen "stürzenden" Linien.

Statt nun die Kamera zu neigen, sollte man die Aufnahmehöhe auf ca. 1,10 - 1,20 senken und die Kamera genau waagerecht halten. Schon sind alle Senkrechten im Raum tatsächlich senkrecht und es ergibt sich ein wesentlich natürlicheres Bild. Über weitere Vorteile dieser Vorgehensweise wurde schon hier geschrieben:

 

Die Kameraposition

 

Bei der Außenaufnahme ist es umgekehrt. Der Fotograf möchte:

  1. die gesamte Immobilie auf das Bild bannen und
  2. nicht soviel Vordergrund (Straße, Parkplatz etc.) im Foto haben.

Folge: Er neigt die Kamera intuitiv nach oben und sorgt auch hier für "stürzende Linien", die diesmal so aussehen, als ob das Objekt nach hinten fallen würde.

 

Lösung: Abhängig von Motiv, gewünschtem Bildaufbau und dem Platz nach hinten entfernt sich der Fotograf soweit von seinem Motiv, bis das Objekt auch bei waagerecht gehaltener Kamera komplett auf dem Foto ist. Ist jetzt auf dem Foto unterhalb der Immobilie zuviel Platz, wird dieser in der Nachbearbeitung weggeschnitten.

 

Zumeist reicht das leider nicht aus. Der Platz vor dem Gebäude ist zu gering, um ein gutes Foto mit waagerecht gehaltener Kamera zu erzielen. Hier muss die Kamera dann so weit wie notwendig nach oben geneigt werden. In der Nachbearbeitung werden dann die Senkrechten senkrecht "gezogen". Dies kann je nach Programm (halb-)automatisch oder aber manuell erfolgen. In den allermeisten Fällen ist es so möglich, den Eindruck, hier soll eine einstürzende Immobilie verkauft werden, zu vermeiden. Zusätzlich kann man die Aufnahmeposition nach oben verschieben, indem man z.B. die Kamera mit Stativ hoch hält. Mehr dazu hier:

 

Ruhig mal in die Luft gehen

 

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man dem Problem auch mit Spezialobjektiven ("Tilt-Shift") Herr werden kann. Das ist für viele Anwendungen jedoch die berühmte Kanone, mit der auf recht kleine Vögel geschossen wird. Diese Objektive sind nicht ganz billig und der Umgang mit ihnen nicht wirklich einfach.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim "Aufrichten" Ihrer Verkaufsobjekte.

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Ihr Profilbild in sozialen Medien

Sie haben ein Profil auf Facebook, Linkedin oder Xing? Warum eigentlich?

 

Im Prinzip einfach zu beantworten, Sie haben das sicher in Ihr Profil geschrieben. In Xing z.B. unter "Suche". Bei Immobilienmaklern steht hier oft: 

 

  • Grundstücke
  • Häuser
  • Wohnungen
  • Baugrundstücke
  • Tippgeber für Immobilienobjekte

Ihr Profil ist nichts anderes als eine Bewerbung. Sie bewerben sich um die Möglichkeit,  Immobilien zu vermarkten. Durch andere Einträge wie Ihren Lebenslauf oder Ihr Angebot wollen Sie überzeugen, dass Sie der Richtige für diesen Job sind. Wie das nun einmal bei Bewerbungen ist, gehört dazu auch ein Bewerbungsfoto, hier auch Profilbild genannt. Das Bild ist zumeist das erste, was man in einer Bewerbung wahrnimmt. Bei einem Überangebot an Bewerbern (Maklern) ist der Beworbene schnell bereit, eine Bewerbung schon nach wenigen Augenblick auf Grund einer vermeintlichen Nebensächlichkeit zur Seite zu legen und sich dem nächsten Bewerber zuzuwenden. Dazu gehört ganz sicher das Foto des Bewerbers. Trotzdem hält es mancher nicht für notwendig, ein ansprechendes Foto anzubieten. Man findet

  • Eingescannte Passbilder Aus technischen Gründen sind diese meist unscharf und damit wenig einladend. Die rechtliche Frage, ob diese Art der Verwendung vertraglich mit dem Fotografen vorher abgestimmt wurde, sei hier einmal außer Acht gelassen.
  • Urlaubsselfies Können ganz sympathisch wirken, machen aber keinen professionellen Eindruck, zumeist ist die Kleidung eher casual, der Hintergrund sehr unruhig.
  • Webcam-Bilder Die Kamera nicht ganz gerade ausgerichtet, im Hintergrund ein unaufgeräumtes Regal oder eine offene Tür, der Blick auf den Monitor und nicht in die Kamera. Auch nicht optimal.
  • Familienfotos mit Kind und/oder Haustier. Hoher Sympathiefaktor aber sieht man hier einen guten Verhandler?

Gar nicht so selten lässt sich auch jemand lässig an ein Oberklassefahrzeug, einen Sportwagen oder Oldtimer gelehnt abbilden oder bei der Ausübung eines (vermeintlich) teuren Hobbies: Golf, Reiten, Tennis etc. Nun kann man zwar der Meinung sein, dass man so Verkäufern hochpreisiger Immobilien zeigt, dass man in der selben Liga spielt, der Eindruck, recht luxuriös von der einen oder anderen Courtage zu leben , überwiegt. Auch das ist also nicht wirklich zu empfehlen.

 

Wie sollte das Bild aussehen?

  • Technisch muss es perfekt sein: scharf, die Person gut ausgeleuchtet und groß genug dargestellt, sodass sie auch erkennbar ist. Im Augenblick werden übrigens so genannte "Headshots" (Kopf oben im Bereich der Haare angeschnitten, untere Bildkante etwas unterhalb des Schlüsselbeins) auch im deutschsprachigen Raum immer beliebter.
  • Kleiden Sie sich so, wie Sie im Normalfall auch Ihre Kundengespräche führen. Das erhöht den Wiedererkennwert bei der ersten realen Begegnung.
  • Der Hintergrund sollte nicht von der Person ablenken. Bei einem Foto im Studio bietet sich ein einfarbiger Hintergrund an,  je nach Kleidung und Haarfarbe weiß, grau oder schwarz.
  • Bei Bildern "on Location" sorgt eine offene Blende dafür, dass sich die Person vor dem Hintergrund abhebt.
  • Soll das Foto am Schreibtisch aufgenommen werden, darf dieser nicht unter kreativem Chaos versinken.

Und wie präsentieren Sie sich auf dem Foto? Sie wissen selber am Besten, welches Ihre Stärken sind. Die sollten sich durchaus in Ihrem Bild widerspiegeln: Der kühle Verhandler sieht energisch in die Kamera, während der freundliche Begleiter durch den Verkaufsprozess etwas freundlicher rüberkommen darf. Sollten Sie wirklich unbedingt Ihr Telefon auf dem Bild zeigen wollen, vermitteln Sie damit den Eindruck, dass Sie auch den größten Teil Ihrer Arbeitszeit damit verbringen. Die Denkerpose mit einer Hand im Gesicht macht sich in keinem Fall gut.

 

Auch wenn Sie vor 10 Jahren besser ausgesehen haben sollten, entscheiden Sie sich doch besser für ein aktuelles Foto. Anderen geht es sehr ähnlich

 

Übrigens: Die Fotos ihrer Objekte sind auch Bewerbungsbilder. Überzeugen Sie auch damit!

 

 

 

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Bundesrat befasst sich mit der Drohnenverordnung

Hier Informationen zu den Ergebnissen der Beratung im Bundesrat.

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Bewegte Bilder

Es gab mal eine Zeit, noch gar nicht so lange her, da hatte jeder, "der etwas auf sich hielt", lauter blinkende, sich bewegende Bilder und Texte auf der Homepage, um möglichst aufzufallen. 

 

Zum Glück ist das vorbei. Es hat sich gezeigt, dass solche Seiten bei aller Aufmerksamkeit in erster Linie anstrengend sind. Die Absprungraten waren entsprechend hoch.

 

Immobilien sind hauptsächlich eins: immobil. Deshalb kann man dort nicht viel Bewegung aufnehmen, es sei denn man bewegt sich selber. Trotzdem ergibt sich manchmal die Gelegenheit, Bewegungen auf Bildern zu dokumentieren. Typische Beispiele sind ein flackernder Kamin oder ein plätschernder Quellstein oder Springbrunnen. 

 

Man muss dafür keinen Film drehen. Es reicht,  ein paar Bilder schnell hintereinander zu machen. Diese lassen sich mit einfachen Mitteln in ein animiertes GIF-Format umwandeln. Solche bewegten Bilder können auf viele Seiten als Foto hochgeladen werden - sicher auf Ihre eigene Homepage.

 

Sehr behutsam eingesetzt, gewinnen Sie so ein Aufmerksamkeits-Plus ohne Ihre Interessenten abzuschrecken. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer "animierten" Immobilienfotografie.

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Seminar am 18.5. im Raum Frankfurt zusammen mit dem IVD Mitte

Zusammen mit dem IVD Mitte biete ich am 18.5.2017 im Raum Frankfurt ein Seminar mit dem Thema:

 

Immobilienfotografie für Immobilienmakler

 

an. Es werden alle Aspekte erfolgreicher Immobilienfotografie angesprochen. Nähere Informationen finden Sie auf:

 

http://mitte.ivd.net/immobilienfotografie/

 

Sollte Frankrfurt für Sie zu weit südlich liegen, kann ich Ihnen ein Seminar am 4.5.2017 in Hamburg anbieten. Hierzu finden Sie hier nähere Informationen.

 

 

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Immobilienphoto.com verabschiedet sich von der Drohnenfotografie

Immobilienphoto.com geht neue Wege bei der Fotografie von Immobilien: Um Objekte von einem erhöhten Standpunkt aus fotografieren zu können, setzt man jetzt auf die Fotografie vom Trampolin aus. Gegenüber der Drohnenfotografie ergeben sich gewisse Vorteile:

  • einfacher mechanischer Aufbau
  • keine elektrischen oder elektronischen Bauteile
  • deshalb sehr robust
  • keine Akkus, die aufgeladen werden müssen
  • keine gesetzlichen Auflagen für den Betrieb

"Wir sind immer auf der Suche nach Innovationen, um den Service für unsere Kunden stetig zu verbessern" so Holger Slaghuis, Fotograf bei Immobilienphoto.com.

 

Die Technik soll nicht nur bei eigenen Aufträgen eingesetzt werden. Vielmehr werden auch Seminare für interessierte Makler, die ihre Fotos selber erstellen, angeboten . Ein erstes Seminar wird am 1.4.2017 in Neckargemünd als firmeninterner Workshop durchgeführt. Je nach Rückmeldung der Teilnehmer wird das dann auch als Standardseminar im Terminplan erscheinen. Spezielle Sprungtechniken, die Wahl des korrekten Auslösemoments und konditionsfördernde Übungen sind Inhalt der Schulung, um die Teilnehmer optimal auf die Erstellung der Fotos - zumeist für die Außenansicht - vorzubereiten. Bequeme Kleidung ist für diesen Workshop Pflicht

 

Die Auswahl des Gerätes ist enorm wichtig "Wir haben erst ein Trumpolin aus den USA getestet, dass jedoch die vollmundigen Versprechungen des Herstellers nicht erfüllen konnte".  Das jetzt vorliegende Exemplar ist aber sehr gut für die Ansprüche der Immobilienfotografie geeignet. 

 

Immobilienphoto.com hat schon in der Vergangenheit verschiedene Versuche mit Alternativen zur Drohnenfotografie durchgeführt. Leider erwies sich das Helipac als zu seitenwindempfindlich, der Free-Fall-Simulator war in der Variante für Wechselstrom nicht kräftig genug, um durchschnittlich gebaute Mitteleuropäer hoch genug zu befördern. Für die Drehstromvariante fehlt an den meisten Liegenschaften der notwendige Anschluss.

 

Bei Interesse an einem Seminar schauen Sie bitte auf die "Coaching- und Training"-Seite, hier werden zukünftige Termine bekanntgegeben.

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Zwei Seminare geplant

Ich plane gerade zwei offene Seminare. Eines wird in Hamburg am 4.5.2017 stattfinden. Titel: "Einführung in die Immobilienfotografie für Immobilienmakler". Nähere Informationen und die Einladung finden Sie hier.

Außerdem bereite ich ein Seminar vor, das ich zusammen mit dem IVD-Mitte durchführen werde. Es wird voraussichtlich zwei Wochen später am 18.5.2017 im Raum Frankfurt stattfinden. Sobald ich hierzu mehr sagen kann, werde ich es auf dieser Seite bekanntgeben. Rückfragen bzgl. der beiden Veranstaltungen können Sie gerne in den Kommentaren oder über die "Kontakt"-Rubrik dieser Seite stellen. 

 

Ich würde mich freuen, Sie auf einer der beiden Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

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Vorbereitung der Immobilie

Dame in einer Küche mit Esstisch beim Polieren von Gläsern
Frau Hoffmann bei der Arbeit

 

Zu meiner großen Freude konnte ich Frau Senta Hoffmann für einen Gastbeitrag in meinem Blog gewinnen.

 

Senta Hoffmann von der Firma Hoffmann Immobilienpräsentation ist Immobilienmaklerin, Home Stagerin und Immobilienfotografin in der Region Stuttgart. Home Staging bedeutet, eine Immobilie für den Verkauf oder für die Vermietung vorzubereiten, damit möglichst viele Interessenten angesprochen werden und die Immobilie schneller zum höheren Preis verkauft werden kann. Mit viel Leidenschaft holt Senta Hoffmann das Beste aus den anvertrauten Immobilien heraus und hat viele Tipps und Tricks zur besseren Immobilienvermarktung auf Lager.

 

Mehr Informationen zu Senta Hoffmann - Home Staging in der Region Stuttgart

 

Hier nun ihr Beitrag:

 

Kürzlich wurde ich zu einem Immobilienfotoauftrag gerufen. Penthousewohnung mit knapp 200 m² Wohnfläche, rundumlaufendem Balkon und Terrassenflächen, Sauna, bewohnt von einem renommierten Rechtsanwalt nebst Gattin in einer größeren Stadt. Was haben Sie sofort vor Augen? Genau; eine großzügig geschnittene Wohnung mit geschmackvollen Möbeln eingerichtet, tiptop gepflegt, sauber und eigentlich gar kein Problem hier schönes Bildmaterial zu bekommen. Ich musste feststellen: Rechtsanwälte sind auch nur Menschen, die Einrichtung schon ziemlich in die Jahre gekommen, die Putzfrau entweder krank oder im Urlaub und zum Bettenmachen war an diesem Morgen anscheinend keine Zeit.

 

Ein Fotograf kann vieles. Er holt das Beste aus den Räumen raus, achtet auf die richtigen Lichtverhältnisse, die Bilder werden gerade, aus einem interessentenfreundlichen Blick heraus fotografiert, aber zaubern kann er in den meisten Fällen nicht; also zumindest ich kann es nicht! Ein Fotograf kann nur ablichten, was er vor Ort vorfindet. Wenn die Terrasse noch nicht aus dem Winterschlaf erwacht ist und hier und da noch vertrocknete Blumen in ihren Kästen rumstehen, Unkraut zwischen den Terrassenplatten wuchert und die Gartenmöbel noch mit Folie abgedeckt sind, wird er es nicht schaffen, hier eine auf das anstehende Frühjahr freudige Gartenatmosphäre zu zaubern.

 

Wenn auf dem Esszimmertisch Sachen liegen wie z.B. Laptop, Taschentücher, das restliche Müsli vom Morgen und noch die Weinflasche von gestern Abend, dann ist das zum Wohnen o.k. Wenn jedoch der Fotograf ein ansprechendes Bild vom Essbereich machen soll, gehören diese Sachen schlicht und ergreifend weg. Gerne kann eine Obstschale oder ein frischer Blumenstrauß mit aufs Bild, der Rest bitte im eigenen Interesse nicht.

 

Das Schlafzimmer ist ein hochpersönlicher Bereich. Achten Sie bitte beim anstehenden Fotografentermin darauf, dass die Nachttische frei von praktisch allem, bis auf eine Nachttischlampe und vielleicht noch ein kleines Dekoobjekt. Die Betten gehören peinlichst genau gemacht, am besten eine Unifarbene Bettwäsche oder einen Überwurf für das Bett wählen.

 

Auch das Badezimmer ist so ein Bereich, wo man mit einigen Handgriffen wirklich viel erreichen kann. Alle persönlichen Sachen, wie Zahnbürsten, Tiegelchen, Dosen, Reinigungsmittel gehören für den Fototermin in den Schrank oder aus dem Zimmer. Dazu Klodeckel runter und das Waschbecken fleckenfrei geputzt, Handtücher in einem Farbton wählen.

 

Als Home Stagerin habe ich die Möglichkeit, meinen Kunden relativ schonungslos zu sagen, was alles noch vor der Bilderstellung gemacht gehört. Oftmals schnappe ich mir am Fototermin auch die störenden Sachen und sorge selbst für Ordnung und Klarheit. Wie gesagt, die Home Stagerin in mir kann gar nicht anders. Jedoch gehört das nicht zum Aufgabengebiet eines Immobilienfotografen. 

 

Sie haben sich dazu entschlossen einen Fachmann mit der Anfertigung des Bildmateriales zu beauftragen. Sicher hatten Sie dabei im Hinterkopf, Ihre Immobilie zum höchsten Preis zu verkaufen und ja, wirklich gutes Bildmaterial lässt eine Immobilie schon in der Immobilienanzeige wertiger wirken.

 

Auch wenn es anstrengend ist, bereiten Sie Ihre Immobilie schon vor dem Fotografentermin entsprechend vor, damit der Fotograf tolle Motive einfangen und gute Ergebnisse erzielen kann. Es lohnt sich!

 

Wenn Sie Fragen zur richtigen Vorbereitung einer Verkaufsimmobilie mit Hilfe von Home Staging haben, können Sie unter kontakt@die-home-stagerin.de gerne Kontakt zu mir aufnehmen.

 

Ich wünsche Ihnen einen guten Immobilienverkauf und grüße Sie herzlich!

  

Ihre Senta Hoffmann

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5-Minuten-Seminar

Gestern habe ich Fotos auf der Seite des Arbeitgebers einer Seminarteilnehmerin durchgestöbert. Über die Feststellung hinaus, dass die Entscheidung, zu einem Immobilienfotografie-Training zu gehen, eine wirklich gute Idee von ihr war, fragte ich mich, welche Tipps ich zur Immobilienfotografie geben würde, wenn ich nur 5 Minuten Zeit hätte, diese los zu werden. Hier das Ergebnis:

Kamera waagerecht halten

Wird die Kamera leicht nach unten oder oben geneigt, kommt es zu "Stürzenden Linien", d.h. eigentlich senkrecht verlaufende Linien (Zimmerecken, Türen, Schränke etc.) sind mehr oder weniger schräg und drohen, umzufallen - so zumindest der Eindruck. Der Betrachter wähnt zurecht einen Schnappschuss vor sich und kein professionelles Foto.

 

Wenn man diesen Tipp beherzigt, stellt man schnell fest, dass bei Innenaufnahmen aus Augenhöhe irgendetwas fehlt: ein Großteil des Bodens. Deshalb:

 

Kamera auf ca. 1.10 - 1.20m halten

Diese Höhe wirkt recht harmonisch - ungefähr unsere Augenhöhe beim Sitzen, also eine uns bekannte Höhe. In diesem Bereich werden in Deutschland auch üblicherweise Lichtschalter angebracht, man kann also auch ohne Zollstock diese Höhe wählen.Trotzdem führen diese beiden ersten Tipps direkt hierzu:

Ein Stativ nutzen

Das erleichtert die Erfüllung der ersten beiden Tipps. Es ist möglich, alle Einstellungen in Ruhe nacheinander durchzuführen, was freihändig eher parallel durchgeführt werden müsste. Es ist bei der vorgeschlagenen Aufnahmehöhe sicher bequemer, längere Belichtungszeiten sind ohne Verwackeln möglich. Darüber hinaus kann man alle Fotos aus exakt der gleichen Aufnahmehöhe erstellen, was den Eindruck verstärkt, dass der Fotograf weiß, was er tut.

 

Nur das ablichten, was der Intention des Fotografen dient

Es ergibt keinen Sinn, etwas zu fotografieren, was den Zielen der späteren Veröffentlichung der Bilder nicht dient. Ein unaufgeräumtes Zimmer gehört sicher nicht dazu. Es ist schön, dass es in dem Objekt eine Ecke gibt oder ein Schrank steht; dass jeweils alleine dürfte jedoch keinen Interessenten so begeistern, dass er die Liegenschaft besichtigen möchte. Es ist wichtiger den Gesamteindruck eines Raums darzulegen. Hierzu wird ein Weitwinkelobjektiv benötigt.

 

Immobilie vorbereiten

 

Wer sein Auto verkauft, greift auch zum Staubsauger und fährt durch die Waschanlage. Vergleichbares bei einer anzubietenden Liegenschaft zu unterlassen ist grob fahrlässig!

 

Spiegel meiden

Der Fotograf im Spiegel führt zwar zur Belustigung beim Betrachter, wirkt aber nicht unbedingt motivierend, die Immobilie zu besichtigen. Also Kamera aufs Stativ (s.o.), Selbstauslöser eingestellt und den Raum verlassen. Konnte das Stativ nicht so aufgestellt werden, dass es in keinem Spiegel zu sehen ist, muss es in der Nachbearbeitung wegretuschiert werden.

 

Tipps nur übergehen wenn sinnvoll

Natürlich gibt es Situationen, in denen es sinnvoll erscheint, bewusst auf das Befolgen der Tipps zu verzichten. Dann tun Sie das - aber auch genau nur dann, wenn Sie wissen, warum Sie darauf verzichten.

 

KEINE WASSERZEICHEN NUTZEN

Worauf Sie auf jeden Fall verzichten sollten, sind übergroße Wasserzeichen auf Ihren Bildern. Wozu sollen die gut sein? Welcher Makler das Objekt anbietet steht im Exposé. Und zur Vermeidung von Diebstählen Ihrer Fotos ist diese Technik völlig ungeeignet, entweder kann das Wasserzeichen sehr schnell und einfach wegretuschiert werden  oder es ist so dominant, dass sich niemand freiwillig das Foto anschauen möchte. Würden Sie eine CD anhören auf der als Kopierschutz leises Presslufthämmern untergemischt ist? Das wäre das akustische Äquivalent.

 

Welche Tipps würden Sie in 5 Minuten weitergeben wollen? Schreiben Sie das gerne in Ihren Kommentar.

 

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Kameraeinstellungen für Innenräume

Kein Immobilienfoto, DIsplay einer Kamera, auf der die Einstellungen angezeigt werden
Einstellungsanzeige

Bei einem Seminar, das ich in dieser Woche für den IVD West e.V. durchgeführt habe - "Immobilienfotografie für Immobilienmakler", war eine zentrale Frage der Teilnehmer, wie man die korrekte Einstellung der Kamera findet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: 

  • Vollautomatik: Sie haben keinerlei Kontrolle über die Einstellungen. Ganz und gar nicht empfehlenswert.
  • Ein Motivprogramm, das eine große Tiefenschärfe verspricht (Architektur, Landschaft etc.): Sie haben immer noch keinerlei Kontrolle, können aber wenigstens hoffen, dass die Kamera eine kleinere Blende (größere Blendenzahl) benutzt.
  • Zeitautomatik (Blendenvorwahl, Blendenpriorität): Sie geben 2 wichtige Werte vor: Empfindlichkeit und Blende. Vorschlag: Blende 8 oder 11 (große Schärfentiefe, gute Schärfe) und ISO 100 (größtmögliche Rauschfreiheit). Die Kamera berechnet dann dazu eine passende Belichtungszeit. 
Immobilienfoto: Zu dunkles Foto eines Flures
Mit Automatik fotografiert

Leider merkt die Automatik aber nicht, wenn Innenräume mit hellen Fensterflächen fotografiert werden sollen. Eine mögliche Folge sieht man auf der linken Seite. Das Fenster ist (zu) hell. Der Rest ist (zu) dunkel. Drei Möglichkeiten, um das zu kompensieren: 

  • Belichtungskorrektur: Man gibt manuell ein, dass die Automatik länger belichten soll, als sie eigentlich "möchte". Das können ein paar Blendenstufen sein. Wie das geht, steht im Handbuch zu Ihrer Kamera.
  • Belichtungsspeicher: Sie fokussieren eine Fläche im Innenraum, die korrekt belichtet werden soll, drücken den Knopf für den Belichtungsspeicher (bei Canon z.B. oben rechts auf der Rückseite der Kamera der Knopf mit dem "*"), richten dann die Kamera neu aus, um das geplante Bild zu machen, und lösen aus. Es bietet sich an, die Belichtungsmessung auf Spotmessung zu stellen, sofern die Kamera das anbietet.
  • Sie nutzen eine Belichtungsreihe (Bracketing). D.h. neben dem von der Automatik gewählten Belichtungswert werden auch dunklere und heller Fotos gemacht. Das kann mit den beiden ersten Techniken kombiniert werden. Hinterher wird das Foto ausgesucht, das der gewünschten Belichtung am nächsten kommt.
Kein Immobilienfoto: Bild einer Belichtungswaage (Zahlenreihe von -2 bis +2 mit schwarzem Rechteck unter der 0)
Belichtungswaage

Die letztgenannten Techniken dienen im Grunde dazu, die Automatik zu "überlisten". Nach dem Auslösen muss man überprüfen, ob das gewünschte Ergebnis eingetreten ist. Falls nicht, ist eine Wiederholung mit veränderter Eingabe (Belichtungskorrektur erhöhen/erniedrigen, Kamera beim Speichern der Belichtung auf eine andere Stelle richten etc.) notwendig.

 

Wird dann in solchen Fällen überhaupt eine Automatik benötigt? Meiner Ansicht nach nicht. Während in vielen Situationen eine Belichtungsautomatik extrem hilfreich ist, ergibt eine manuelle Einstellung der Belichtung hier wesentlich mehr Sinn.

Immobilienfoto: korrekt belichtetes Wohnzimmer
Korrekt belichtetes Immobilienfoto

ImmDas ist viel einfacher als viele glauben. Versuchen Sie es am Wochenende zu Hause:

 

Die Kamera wird auf "M"(anuell) gestellt. Dann wird auch hierbei eine Empfindlichkeit von 100 und eine Blende 8 eingestellt. Als Belichtungszeit kann beispielsweise eine halbe Sekunde gewählt werden.

 

Besitzer einer spiegellosen Systemkamera oder einer DSLR mit Liveview können ihr Display/Sucher so einstellen, dass sie jetzt genau das Bild sehen, das auch gespeichert wird, wenn sie auf den Auslöser drücken. Wer seine Spiegelreflexkamera "klassisch" nutzt, muss auslösen, um danach das Ergebnis zu kontrollieren.

 

Ist das Bild zu dunkel, muss die Belichtungszeit erhöht werden, ist es zu hell, verkürzt man die Belichtungszeit. Man bekommt sehr schnell ein Gefühl dafür um welchen Betrag. (Beispiel: Bild ist schwarz, dann ruhig mal drei Belichtungstufen länger, Bild es etwas zu hell, dann vielleicht eine Belichtungsstufe kürzer). Das Verfahren wird wiederholt, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wurde.

 

Über den Sinn des Einsatzes eines Stativs habe ich mich hier geäußert:  

 

Kein Immobilienfoto: Kamera auf Stativ
Kamera auf Stativ

 

Wurde die korrekte Belichtung gefunden, kann man in den nächsten Raum gehen. Die Einstellungen aus dem ersten Zimmer können ruhig beibehalten werden. Gleiches Vorgehen wie im ersten Raum: zu hell -> Belichtungszeit verkürzen, zu dunkel -> Belichtungszeit verlängern. Spätestens im dritten Raum dürfte klar werden, dass eine manuelle Belichtungseinstellung weder Hexenwerk noch Raketenwissenschaft ist, sondern eine sehr einfache Möglichkeit, schnell zu einem korrekt belichteten Bild von Innenräumen zu kommen. Kameras bieten weitere Unterstützung bei der Suche nach der richtigen Einstellung (Belichtungswaage, Histogramm, Über-/Unterbelichtungswarnungen etc.). Dazu bietet das Kamerahandbuch weitere Informationen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Probieren dieser Technik.

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Das Seminar am 21.2.2017 "Immobilienfotografie für Immobilienmakler" ist voll!

Soeben hat mich die Organisatorin des Seminars angerufen. Die Plätze sind belegt und es gibt bereits einige Anfragen, die nicht mehr berücksichtigt werden können. Bzgl. eines evtl. Ausweichtermins wenden Sie sich bitte an die Organisatorin:

 

Petra Schiefen


Immobilienverband Deutschland IVD

Verband der Immobilienberater, Makler,

Verwalter und Sachverständigen Region West e.V.

 

Von-Werth-Straße 57, 50670 Köln

PF 19 04 29, 50501 Köln

Telefon: 0221-951497-12

Fax: 0221-951497-9

E-Mail:schiefen@ivd-west.net

Internet: www.ivd-west.net 

 

Darüber hinaus biete ich solche Seminare auch als Inhouse-Veranstaltungen an. Das heißt ich kann bei Ihnen vor Ort für Sie und Ihre Kollegen ein Seminar mit auf Sie zugeschnittenen Inhalten durchführen. Sollte hieran Interesse bestehen, kommen Sie bitte einfach auf mich zu. 

 

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Weiterkommen in Ihrer Immobilienfotografie.

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Auch Immobilienfotografie sollte trainiert werden

"Übung macht den Meister" wird immer wieder behauptet. Auch und gerade in der Fotografie ist dies der Fall. Werden nur wenige Objekte im Jahr fotografiert und  liegt der Fotoapparat sonst in der Ecke, fangen die Problem evtl. schon bei der Frage an "Wo ist das Ladegerät?" oder " Wie kommt da die Speicherkarte herein?".

 

Durch stetiges Üben lernt man nicht nur die Kamera besser kennen (" Wo stellt man nochmal die Blende ein"). Dadurch, dass Handgriffe geübt und teilweise automatisiert sind, hat man außerdem genug mentalen Freiraum, um sich gestalterischen Dingen während der Fotografie zu widmen (Kamerastandpunkt und -ausrichtung, Hoch- oder Querformat etc.).

 

Solche Übungen können erst einmal in den eigenen 4 Wänden durchgeführt werden. Das hat den Vorteil, dass man beispielsweise verschiedene Standpunkte, Ausrichtungen oder Formate ausprobieren und miteinander vergleichen kann. Genauso ist es möglich, verschiedene Lichtstimmungen je nach Tageszeit oder künstlicher Beleuchtungssituation zu testen. So bekommt man ein Gefühl dafür, wie welche fotografische Herausforderung zu meistern ist. Die Ergebnisse können dann mit anderen besprochen werden. Die Sicht von Dritten sorgt für eine bessere Einschätzung der erreichten Qualität. 

 

Irgendwann ist jedoch jede Ecke des Hauses fotografiert und eine Routine beim Fotografieren der Liegenschaften eingekehrt. Um diese Routine zu erhalten, können ein paar Immobilieneinsätze pro Jahr zu wenig sein. Sie könnten z.B darüber hinaus mit Ihrer Fotografie eines Ihrer Hobbys unterstützen.

Kein Immobilienfoto, Mann bei einer schwierigen Jogaübung
Jogaübung

Nun ist es egal, ob Sie Yoga betreiben und besonders schwierige Übungen ablichten, ob Sie gerne kochen und das Ergebnis möglichst dekorativ präsentieren wollen, ob Sie Autos restaurieren und eine Nahaufnahme eines Weber-Vergasers machen oder Ihre selber getöpferte Vase fotografieren. 

 

Wichtig ist, dass Sie genauso bewusst fotografieren, wie Sie das bei Immobilien machen, also nicht nur "Belichtungsautomatik an und draufhalten" sondern:

 

- optimale Kameraposition und Ausrichtung suchen,

- auf den Hintergrund achten und evtl, verändern

- überlegen, welche Schärfentiefe Sie möchten etc.

 

So bleiben Sie nicht nur in Übung sonder lernen ggf. auch Fertigkeiten hinzu, die Sie in Ihrer Immobilienfotografie weiterverwenden können. So ist es in der Nachbearbeitung zweitrangig, ob Sie einen Pickel wegretuschieren oder einen braunen Fleck auf dem Rasen eines Vorgartens begrünen. 

 

Ich wünsche Ihnen viel Übung bei der Fotografie von Immobilien und anderen Motiven. Es wäre sehr schade, wenn Ihre Kamera die meiste Zeit nur im Regal liegen würde.

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Schadenersatzklage nach Drohnenabsturz

Dass Drohnen erheblichen Sachschaden hervorrufen können, zeigt dieser Link. Eine entsprechende Haftpflichtversicherung ergibt Sinn.

 

http://www.asscompact.de/nachrichten/schadensersatz-flugdrohne-besch%C3%A4digt-bei-absturz-aston-martin

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Tipps aus Amerika zur Immobilienfotografie

Hier:

ein paar Tipps eines Immobilienfotografen aus USA. Die habe ich gestern gefunden. So große Unterschiede gegenüber hier scheint es da nicht zu geben.
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Strengere Regeln für Drohnen?

Nur ein kleiner Hinweis auf einen Artikel, der mich gerade erreichte:

Für alle, die über den Drohneneinsatz in der Immobilienfotografie nachdenken oder bereits Drohnen im Einsatz haben, dürfte dieser Artikel von Interesse sein:

Nachtrag:
Ein Originalbeitrag mit genaueren Infos findet man hier:
Meines Wissens müssen Verordnungen noch durch den Bundesrat. Ich bleibe dran und werde berichten.
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Die Bilderserie

Immobilenfoto: Bilderserie eines Reihenhauses

 

Nicht nur die Qualität des einzelnen Bildes, auch die richtige Zusammenstellung und Reihenfolge der Bilder im Onlineauftritt und Exposé haben einen Einfluss auf die Wirkung beim Betrachter.

 

So ist z.B. die Auswahl des ersten und des letzten Bildes von großer Bedeutung. Das erste Bild, das im Onlineauftritt meistens auch in der Liste aller Objekte gezeigt wird, muss den Betrachter anlocken. Hier darf also nur ein gutes Bild eines vorzeigbaren Teils der Immobilie stehen. Zum einen muss es für den Betrachter so interessant sein, dass er sich die gesamte Anzeige anschauen möchte, zum anderen sollte es so spezifisch sein, dass es möglichst einfach in einer langen Liste von Objektbildern wiedererkannt wird.

 

Das letzte Bild ist ebenfalls besonders wichtig. Hier entscheidet der Interessent, ob er das nächste Objekt anklickt oder sich noch weiter mit der aktuellen Immobilie beschäftigt bzw. diese gar besichtigen möchte. Auch hier sollte man also eines der besseren Fotos von einem schönen Teil der Liegenschaft platzieren. Alternativ kann man hier einen Film oder eine Diaschau der Bilder einbinden:

 https://www.immobilienphoto.com/tutorials/videos-aus-immobilienfotos-erstellen/ 

Immobilienfoto: Bilderserie, Mehrfamilienhaus/ETW

 

Eine logische Anordnung der Bilder dazwischen ist hilfreich. So ist ein hin und her "Springen" zwischen Räumen (Küche, Wohnzimmer, wieder Küche, Badezimmer, wieder Wohnzimmer etc.) wenig hilfreich und wirkt konfus und lieblos. Ähnliches gilt für einen häufigen Wechsel zwischen Hoch-und Querformat.

 

Manchmal wird versucht, einen Rundgang zu simulieren. Erst eine Außenansicht, dann die Eingangstür, das Treppenhaus usw. Diese Vorgehensweise hat einen gewissen Charme. Allerdings möchte man gerade bei Wohnungen nicht immer alles im Umfeld des eigentlichen Verkaufsobjektes zeigen. Hier sind die Vor- und Nachteile abzuwägen.

 

Der Weißabgleich sollte sich zwischen den einzelnen Räumen nicht wesentlich unterscheiden. Speziell wenn es mehrere Fotos eines Raums gibt, muss die Farbstimmung angeglichen werden. Aber auch bei unterschiedlichen Räumen sollte der Abgleich nicht im ersten Raum eher bläulich und im nächsten mehr gelblich sein, auch wenn der eine vom vollen Sonnenlicht beschienen wird und der nächste künstlich beleuchtet werden muss.

 

Es ergibt Sinn, die Bilder bei jedem Objekt in einer vergleichbaren Reihenfolge zu präsentieren. So kann sich ein Wiedererkennwert nicht nur beim Stil Ihrer Fotos sondern auch bei dem Aufbau Ihrer Bilderserien einstellen. Und das sollte nur gut für Ihr Geschäft sein.

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Feedback und Coaching

Fotocoach vor einem Notebook im Gespräch mit Klienten
Feedbackgespräch

Wie so häufig ist es auch in der Fotografie von Vorteil, wenn man nicht nur "im eigenen Saft schmort" sondern auch Rückmeldungen von anderen einholt. Meistens ist es einfacher, Feedback zu Bildern einer anderen Person abzugeben als seine eigenen zu kritisieren. Schließlich hat man ja versucht, möglichst gute Fotos zu machen. Da fällt es schwer, zu erkennen, was man vielleicht hätte besser machen können.

 

Erste Anlaufstelle für Feedback sind sicher Interessenten, die die abgebildete Liegenschaft besichtigen. Öfters wird das Objekt während der Besichtigung mit der Darstellung im Exposé, Prospekt oder einer Webseite verglichen, z.B. " Das sah auf den Bildern aber größer aus" oder "Das ist schöner als im Exposé". Damit bekommt man erste Anzeichen, wie die Fotos im Vergleich zur Immobilie selber ankommen. Manchmal erfährt man mehr, wenn das Exposé persönlich übergeben und gemeinsam durchgeblättert wird. Man sollte sich aber auch nicht scheuen, einmal aktiv nachzufragen, ob die Bilder hilfreich waren - spätestens im Gespräch im Anschluss an den Notartermin. Auch befreundeten Kollege geben sicher gerne einmal Rückmeldungen.

 

Feedback hilft, die Qualität der eigenen Fotos zu bewerten. Nicht immer ist jedoch klar, wie man eine Qualitätsverbesserung umsetzen kann. Hier ist ein Coaching hilfreich. Man erhält nicht nur Feedback sondern auch Tipps, wie man die Ergebnisse optimieren kann. Bei konkreten Fragen wird gemeinsam an einer Lösung gearbeitet.

Fotocoach in einer Onlinesitzung
Onlinecoaching

Ein üblicher erster Ansatz ist ein Portfolio-Check. Das heißt, man schickt im Vorfeld eines Coachingtermins eine Anzahl Bilder. Im Gespräch werden diese dann besprochen. Hierbei sollte es nicht um richtig oder falsch sondern um Verbesserungsvorschläge und Anregungen gehen.

 

Idealerweise findet das im persönlichen Gespräch statt. Sofern es sich aus räumlichen oder zeitlichen Gründen nicht anders anbietet, ist es aber auch möglich, einen solchen Termin beispielsweise als Skypesitzung durchzuführen.

 

Durch Coaching lässt sich die Qualität der Fotografie erheblich besser steigern als durch eine neue Kamera oder einen anderen Ausrüstungsgegenstand. Es kann auch die Wirkung eines Seminars wesentlich unterstützen, um z.B. bei der Umsetzung des Gelernten zu helfen.

 

Ich wünsche Ihnen möglichst konstruktive Rückmeldungen zu Ihren Fotos und damit die Möglichkeit Ihr Potenzial noch besser auszunutzen.

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Training "Immobilienfotografie für Immobilienmakler" am 21.2.2017

Am 21.2.2017 führe ich zusammen mit dem IVD West ein Seminar "Immobilienfotografie für Immobilienmakler" durch. Start ist um 10 Uhr im Hotel Ambiente in Dortmund. Bis 17 Uhr wird der Bogen von der Auswahl geeigneter Instrumente zur Immobilienfotografie über die Vorbereitung der Immobilie, die Auswahl des Kamerastandpunkts, spezielle Aufnahmetechniken bis hin zu Bearbeitung der erstellten Fotografien zur Optimierung der Darstellung gespannt.

 

Nähere Informationen bekommt man hier:

 

https://www.xing.com/events/immobilienfotografie-immobilienmakler-1768276

 

Nachfragen dazu gerne an mich.

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Der letzte Fototermin in 2016

Der letzte Termin im Jahr 2016 fand in einer Schule statt. Hier ging es weder darum, die Räumlichkeiten abzubilden, noch die Schüler für ein Fotoalbum zu porträtieren. Viel mehr sollte eine neu entwickelte Lehrmethode für den Deutschunterricht fotografisch dokumentiert werden. 

 

Die Befürchtung, dass die Schüler die Anwesenheit eines Fotografen ablenken könnte und keine typischen Bilder des Lehrbetriebs möglich wären, erwies sich nach kürzester Zeit als völlig unbegründet. Der Fotograf war für die Kinder offensichtlich völlig uninteressant.

 

Fotografiert wurde mit zwei Kameras, einmal mit einem Weitwinkelobjektiv und zum zweiten mit einer leichten Tele-Optik. Die Wahl der Objektive erwies sich als richtig, ich habe keine weitere Brennweite oder ein Zoomobjektiv vermisst. Meine Nachlässigkeit bei der Synchronisation der Uhren der beiden Kameras war bei der Einordnung der Fotos hinterher erschwerend. Das ließ sich jedoch lösen.

Da die Sonne direkt durch die Fenster schien und sehr harte Schatten warf, wurden die Jalousien heruntergelassen. Die Hauptlichtquelle für die Fotos war dann jeweils ein Aufsteckblitz, der zumeist gegen die Decke gerichtet wurde. Zusätzlich wurde zeitweise eine Bouncecard genutzt. So konnte die Szenerie gleichmäßig ausgeleuchtet werden.

 

In der Nachbearbeitung wurde der Weißabgleich wärmer eingestellt, als dies die Messung an einer weißen Fläche vorgab, da die Bilder sonst einen zu kühlen Eindruck machten. 

 

Mischlicht von den zusätzlichen Lichtquellen (Fenster, Deckenleuchten) erwies sich nicht als Problem. 

 

Als Kamerahöhe wurde zumeist die Augenhöhe der Kinder (sitzend oder stehend) gewählt.

Die meiste Zeit bei der Nachbearbeitung machte der Tafelanschrieb. Da die zu dokumentierende Methode Anpassungen an den Lehrbetrieb der besuchten Schule erfahren hatte, die nicht auf den Bildern erscheinen sollten, mussten Teile der Tafel auf jedem Bild retuschiert werden.

 

Außerdem wurde anhand des Anschriebs deutlich, dass - wie oben berichtet - die Uhrzeiten der verwendeten Kameras nicht genau synchronisiert worden waren.

 

Über die reine Dokumentation hinaus gelang das eine oder andere schöne Portrait, das in meinen Augen passender für das Fotoalbum ist als die üblichen gestellten Bilder eines "Schulfotografen" sind. Zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Fotografierten habe ich auf die Darstellung eines Beispiels verzichtet.

 

Insgesamt war dieser Auftrag einmal eine schöne Abwechslung.

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Außenansicht "bevölkern"

Bilder, bei denen das Umfeld einer Liegenschaft zu sehen sind, zeigen dem Interessenten unter anderem, wie belebt die Gegend ist, in der das Objekt steht. Nun werden viele Menschen bei einem Wohnobjekt eher eine ruhige Umgebung vorziehen. Die meisten Käufer oder Mieter eines Ladengeschäftes legen hingegen Wert darauf, dass man sich auf eine größere Menge an Laufkundschaft verlassen kann.

 

Wenn nun der Bürgersteig vor einem Wohnhaus ungewöhnlich belebt ist, weil eine vorübergehende Straßensperrung die Fußgänger umleitet, oder kaum Passanten vor zu vermietenden Geschäftsräumen zu sehen sind, weil der Fototermin außerhalb der üblichen Geschäftszeiten stattfindet, spiegeln die Fotografien nicht die übliche Situation wider. Geht man auf diesen Umstand nicht bei der Aufnahme ein, kann es schwieriger werden, passende Interessenten zu akquirieren. Eine Alternative wäre, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal wieder zu kommen um das Foto zu wiederholen, was jedoch einen höheren Aufwand aber auch eine Verzögerung bei der Verfügbarkeit der Bilder nach sich ziehen würde. Es geht aber auch anders.

 

Im Folgenden soll kurz eine Methode dargestellt werden, um Fotos mit mehr Passanten zu erstellen als sich zu einem Zeitpunkt wirklich im Blickfeld befinden. Sie lässt sich leicht so verändern, dass das Gegenteil bewirkt wird, sodass das Ergebnis ein menschenleeres Bild ist.

 

Zuvor sei angemerkt, dass es sicher keinen Sinn ergibt, durch Manipulationen am Bild Verhältnisse im Umfeld eines Objekts vorzutäuschen, die nicht vorhanden sind. Das würde die Suche nach passenden Interessenten erschweren. In Einzelfällen kann man sich sogar rechtliche Konsequenzen vorstellen. In keinem Fall sollte die folgende Methode angewandt werden, wenn die Bilder einen dokumentarischen Wert haben sollen und z.B. im Nachrichtenteil einer Zeitung erscheinen.

Die Technik beruht darauf, dass Ausgangsbilder zu mehr als einem Zeitpunkt erstellt werden - zur Verdeutlichung hier mit zwei Bildern eines Quellsteins simuliert. Es werden über eine Zeitraum mehrere Bilder geschossen. Dazu ist es notwendig, dass Einstellungen wie Blende, Weißabgleich und Fokus während der Erstellung des Ausgangsmaterials konstant zu halten. Die Fotos müssen außerdem von einem Stativ aus gemacht werden, damit sie deckungsgleich sind. Um zu verhindern, dass sich die Lichtverhältnisse stark verändern, darf der Zeitraum auch nicht zu lang gewählt werden.

In der Nachbearbeitung werden dann alle Bilder auf verschiedenen Ebenen übereinander gelegt, hier mit den beiden oben stehenden Bildern von zwei Vögeln verdeutlicht. Auf den oberen Ebenen wird alles außer der Person (hier dem Vogel) maskiert. Dabei ist sowohl der Schattenwurf der einzelnen Personen als auch evtl. Reflektionen zu beachten. Überschneiden sich Personen auf zwei Bildern, muss die Reihenfolge der Ebenen entsprechend gewählt werden. Stehen die Personen nicht  voreinander, kann man beim Maskieren etwas weniger genau sein, was den Arbeitsaufwand vermindert. So ist es möglich, alle Personen, die auf den einzelnen Bildern auftauchen, in ein Gesamtbild zu integrieren und damit das Foto zu "bevölkern". Das Resultat ist hier im Beispiel zu sehen.  

 

Um ein menschenleeres Bild zu erhalten, muss man analog alle Personen aus jeder Ebene heraus maskieren, . Hier ist die Voraussetzung, dass jeder Teil des Bildes mindestens einmal ohne eine Person im Vordergrund existiert. Auch hier muss man aufpassen, dass nicht Schatten oder Reflexionen auf dem Bild zu finden sind, zu denen es keine Personen gibt. Alternativ kann man jedoch auch eine Langzeitbelichtung durchführen (evtl.mit Hilfe eines Graufilters), um die Dauer der Belichtung ausreichend zu verlängern. Hier verschwinden auf dem Bild auch alle Personen, die nur kurz während der Belichtung im Bild waren.

 

Zum Abschluss sei noch einmal darauf hingewiesen, dass eine Vorspiegelung von erheblich mehr oder weniger Publikumsverkehr als tatsächlich vorhanden und üblich durch Anwendung der genannten Techniken nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist. Vielmehr kann dadurch ein ungünstig gewählter Zeitpunkt für die Aufnahme kompensiert oder auch ein Blick in die Zukunft (bei positiver Entwicklung) gewährt werden, was auch hin und wieder Sinn ergibt.

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Standardvorgehen

Überraschend viele Immobilienmakler, die ihre Fotos selber erstellen, haben ein Standardvorgehen.  Typischerweise sieht das so aus: Man geht schnell durch das Objekt, macht in jedem Raum von der Tür aus ein Foto, sieht zu, dass dieser Vorgang höchstens 10 Minuten dauert, und lädt dann alle Bilder ungeachtet Ihrer Qualität ohne weitere Bearbeitung in das Exposé.

 

Das ist sicher kein Vorgehen, das man zum Standard erklären sollte. Es gibt jedoch das eine oder andere, was bei fast jedem Objekt oder auch Raum immer wieder gleich durchgeführt werden kann. Das fängt an bei der Planung der Anfahrt mit genügend zeitlichem Puffer, geht über die Einstellung von Blende, Zeit und Empfindlichkeit an der Kamera und hört bei der Nachbearbeitung der erstellten Bilder noch längst nicht auf.

 

Das heißt nicht, dass bei der Immobilienfotografie jegliche Kreativität ausgeschaltet werden sollte. Das Gegenteil ist der Fall. Dadurch, dass man sich ein Vorgehen erarbeitet, dass man im Gros immer wieder gleich ausführt, wird man sehr bewusst entscheiden, ob und warum man von diesem Vorgehen abweicht oder gar Teile dieses Standardprozesses für die Zukunft verändert. Bewusste Entscheidungen genauso wie Wiederholbarkeit des gewählten Prozesses tragen zur Professionalisierung bei.

 

Die Wiederholung macht es einfacher, sich bei Einzelaktivitäten und damit schlussendlich beim Ergebnis, den resultierenden Fotos zu verbessern, da man sich auf die Kernaufgabe - das Fotografieren - konzentrieren kann und viele Umgebungsparameter jedesmal gleich sind.

 

Die Entwicklung eines Standardvorgehens unterstützt auch die Etwicklung und Vervollkommnung eines eigenen Stils, was dem Kunden, sei es der Auftraggeber, sei es ein Interessent für das Objekt, einen gewissen Wiedererkennwert bietet. Ein potenzieller Auftraggeber weiß, welche Bilder er erwarten darf, ein Immobilieninteressent wird gegebenenfalls Anzeigen, die einen bestimmten Bildstil haben (und eben nicht den oben skizzierten), vorziehen und eher einen Besichtigungstermin anfragen.

 

Gerade bei Personen, die weniger häufig als z.B. ich Immobilien fotografieren, kann es sinnvoll sein,  sich den zu verfolgenden Prozess von der Fotografie bis zur Bearbeitung mit Hilfe einer Grafik bewusst zu machen, um die Wiederholbarkeit zu unterstützen und auch eventuelle Veränderungen des Ablaufs schnell einbringen zu können.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der (Weiter-)entwicklung Ihres Standardvorgehens.

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Was ist bei Ferienimmobilien anders?

Die Fotografie von Immobilien ist im Grunde unabhängig von der Verwendung des abgelichteten Anwesens, egal ob Wohn-, Gewerbe oder z.B. Ferienimmobilie.

 

Immobilie ist Immobilie, oder? Das sollte man eigentlich meinen. Ob eine Immobilie als Wohnsitz oder für die Ferien genutzt wird, macht für den Fotografen keinen großen Unterschied.

 

Trotzdem lässt sich feststellen, dass Bilder von Ferienwohnungen und -häusern häufig "besser" aussehen als die von Wohnimmobilien. Wie unterscheiden sie sich?

 

Der Hauptunterschied ist oft die Vorbereitung des Objekts. Es ist schwierig, den Bewohner einer Wohnung im Vorfeld davon zu überzeugen, dass eine Vorbereitung wichtig ist. Das ist unabhängig davon, ob es sich um den Inhaber des Objekts oder um einen Mieter handelt. Die Denke ist etwa "Was für mich gut ist, ist auch für den Käufer gut." Das sieht der Interessent völlig anders. Bilder von einer aufgeräumten Wohnung sind wesentlich attraktiver als solche, bei denen auch nur der eine oder andere Alltagsgegenstand herum liegt. Sehr häufig muss ich oder der ebenfalls anwesende Makler das eine oder andere wegräumen, um das jeweilige Motiv angenehmer zu gestalten.

 

Das heißt nicht, dass die Bewohner "schlampig" wären. Vieles steht eben da, wo man es täglich braucht. Auf dem Foto stört es jedoch. Typische Beispiele hierfür sind die unzähligen Toilettenartikel, die in  manchem Badezimmer herumstehen, die Zeitschriften, die auf dem Wohnzimmertisch griffbereit liegen oder die Pfandflaschen, die in der Küche darauf waren, weggebracht zu werden. Im täglichen Leben ist das völlig okay, auf dem Foto wirkt es für den Interessenten so, als hätte hier jemand sein Revier markiert.

 

Bei Ferienimmobilien gibt es das im Allgemeinen nicht. Hier wurde alles für den Gast vorbereitet und damit auch für den Fotografen.  Es fehlt darüber hinaus alles, was auf die Persönlichkeit eines Bewohners schließen ließe. Es gibt keine Familienfotos oder Sammelstücke, die dem Unterbewusstsein signalisieren "Dieses Nest ist bereits besetzt".

 

Beides - Ordnung und nicht vorhandene Personalisierung - führt dazu, dass ich Fototermine in Ferienimmobilien strukturierter und mit wesentlich weniger Unterbrechungen abschließen kann, als dies zumeist bei anderen Immobilien der Fall ist.

 

Es ergibt Sinn, sich bei der Vorbereitung einer Immobilie von dem Gedanken leiten zu lassen, man würde sie jemanden für einige Wochen zur Miete überlassen. Sofort verschwindet manches, was man dem vorübergehenden Gast nicht zumuten oder nicht in andere Hände geben möchte. Das Objekt wird übersichtlicher und geordneter.

 

Bei der Ablichtung von Objekten, die möbliert vermietet oder verkauft werden, handelt es sich übrigens mehr um Interieur- als um Immobilienfotografie. Hier spielt z.B. die korrekte Abbildung der Farben eine erheblich größere Rolle. Der Weißabgleich sollte so gewählt wurde, dass Bilder, Möbel, Bodenbeläge etc. möglichst farbgetreu abgebildet werden, während hier sonst schon einmal Spielraum ist, um das Objekt etwas freundlicher darzustellen.

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Muss man seine Bilder bearbeiten?

Über diese Frage wird oft vortrefflich gestritten. Es gibt die Fraktion, die sagt, alle Bilder müssten OOC (=out of cam) also ohne Nachbearbeitung sein.  Eines der Hauptargumente dieser "Bearbeitungsgegner" lautet: "Das Bild soll die Wirklichkeit abbilden." 

 

Über diese Forderung könnte man lange diskutieren. Die auf Titelbildern von Zeitschriften und Illustrierten abgebildeten Prominenten sehen in den meisten Fällen in Wirklichkeit anders aus als auf dem Foto. Da werden Pickel entfernt, Zähne gerichtet und weißer gemacht, Bäuche gestrafft und Brüste vergrößert,  um nur vier der vielen Standardoperationen zu nennen, die durchgeführt werden, bevor ein Foto auf der Titelseite erscheinen darf. Hier soll sicher nicht die Wirklichkeit abgebildet werden.

 

Bei Immobilienfotos ist das sicher anders. Wenn man das Objekt in der Wirklichkeit nicht wiedererkennt, hat das Bild in den meisten Fällen seinen Zweck nicht erfüllt. Es sollte also wirklichkeitsnah sein. Kann es das ohne Bearbeitung? Diese Frage muss eindeutig mit "Nein!" beantwortet werden. 

  • Bei vielen Innenaufnahmen erscheinen entweder die Fenster zu hell oder der Raum zu dunkel, während unser Auge sowohl Innenraum als auch die Fensterflächen sehr gut sehen kann.  Für das Auge noch gut unterscheidbare Bildinformationen  verschwinden in der Kamera in hellem Weiß oder tiefdunklem Schwarz. Mit einer vernünftigen Bearbeitung kommt man hier dem natürlichen Seheindruck wesentlich näher.
  • Wurde die Kamera nicht genau horizontal ausgerichtet, sieht man auf dem Bild "stürzende Linien", das heißt, Gebäude oder Raumkanten, die in der Realität senkrecht verlaufen, erscheinen auf dem Foto schräg. Auch einem umsichtigen Fotografen passiert das manchmal. Auch hier verhilft eine korrekte Bearbeitung zu einem der Realität näherem Bild.
  • Ein Bildsensor ist für verschiedene Farben unterschiedlich empfindlich. Die Werte, die der Sensor für jedes Pixel liefert, müssen also umgerechnet werden, damit das Bild möglicht wirklichkeitsnah aussieht. Den Algorithmus dafür hat im Zweifelsfall ein japanischer Ingenieur oder Informatiker geschrieben, der eine möglichst allgemeine Lösung programmieren musste und wahrscheinlich nie eine deutsche Immobilie gesehen hat.Obwohl hier in der Regel ein guter Job gemacht wurde kommt man in vielen Fällen durch die Bearbeitung von Sättigung, Tonung, Helligkeit, Kontrast etc. näher an die Realität als das in der Kamera hinterlegte Umrechnungsprogramm.
  • Objektive tendieren dazu, gerade Linien zu krümmen. Das sind so genannte Kissen- oder Tonnenverzeichnungen, die gerade bei preiswerteren Objektiven auftreten. Wir nehmen die Wirklichkeit anders war.  Mit einem Bearbeitungsprogramm lassen sich solche Linien begradigen.

Wenn man also dem Argument folgt "Das Foto soll die Wirklichkeit abbilden", kommt man um eine Bearbeitung offensichtlich nicht nicht herum. Wenn man darüber hinaus der Meinung ist, dass ein Immobilienfoto Werbung für das Objekt machen sollte - d.h. vielleicht etwas attraktiver als die Wirklichkeit ohne zu übertreiben - ist die Bearbeitung unumgänglich.

 

Ich wünsche Ihnen eine sichere Hand bei der Bearbeitung Ihrer Immobilienfotos.

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Ein guter Topf macht noch keinen Sternekoch

Es passiert immer wieder. Man zeigt als Fotograf Bilder, die man gemacht hat, und hört den Satz: "Da haben Sie auch sicher eine gute Kamera." Ja, ein guter Handwerker wird normalerweise auch über gutes Werkzeug verfügen. Oft ist aber etwas anderes gemeint: "Mit so einer Kamera ist es ja auch ganz einfach" oder "Mit meinem Fotoapparat kann man so etwas nicht".

 

Ich habe noch nie gehört, dass jemand zu einem bekannten Koch gesagt hätte: "Das Essen hat sehr gut geschmeckt, da haben Sie sicher einen guten Topf".

 

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich jemand denkt, er oder sie könne sich ein teures Rennrad kaufen und dadurch die Tour de France gewinnen.

 

Sicher werden gute Köche auch gute Töpfe haben. Für jeden Fahrer bei der Tour de France werden auch mehrere sehr gute Fahrräder bereitstehen. Aber niemand sucht die Gründe für Erfolge bei dem Werkzeug dieser Menschen. In der Fotografie scheint das anders zu sein.

 

Ich kann durchaus damit leben, dass manche die Qualität meiner Arbeit zum großen Teil auf meine Werkzeuge zurückführen. Leider versuchen aber auch viele, ihr fotografisches Können durch die Anschaffung einer größeren und teureren Ausrüstung zu optimieren. In den allermeisten Fällen scheitert dieser Versuch und es wird eine Menge Lehrgeld bezahlt. Eine Systemkamera mit einem ausreichend weitwinkligen Objektiv, ein Stativ,  viel mehr benötigt man nicht, um gute Immobilienfotos zu erstellen.

 

 

Wenn man die Vita eines guten Kochs durchliest, fällt fast immer eines auf: Er/sie sind in ihren ersten Jahren sehr viel herumgekommen und haben bei den unterschiedlichsten Köchen gelernt. Und auch nach dieser Zeit haben sie viel Wert auf Weiterbildung gelegt.

 

Nicht anders sollte es in der Fotografie sein. Bevor Sie viel Geld in Ihr Equipment stecken, investieren Sie lieber in Ihr Können:

  • Besuchen Sie einen Fotokurs - möglichst zum Thema Immobilienfotografie.
  • Lassen Sie mal Ihre Fotos von einem Experten analysieren. Tipps, die Sie hierbei erhalten, sind wahrscheinlich mehr wert, als die neue Kamera, die Sie eigentlich kaufen wollten.
  • Lassen Sie sich bei einem Shooting von einem guten Immobilienfotografen coachen. Auch diese Erfahrung wird Sie weiterbringen.
  • Vergleichen Sie Ihre Bilder mit denen in hochwertigen Wohn- und Einrichtungszeitschriften. Was sind die Unterschiede, was finden Sie besser?
  • Lesen Sie ein Buch zum Thema "Immobilienfotografie" und, was noch wichtiger ist, probieren Sie die gelernten Dinge aus. Ansonsten nutzt es nicht viel.
  • Nicht zuletzt stehen auf dieser Seite in den Tutorials aber auch im Blog viele Tipps, über die sich nachzudenken lohnt.

Natürlich ist es leichter, eine neue Ausrüstung zu kaufen, als sich selber im Bereich der Fotografie weiterzuentwickeln. Wenn man jedoch diesen Aufwand scheut, ist es wahrscheinlich sinnvoller, die Fotos von einem guten Immobilienfotografen machen zu lassen. Der hat dann auch das passende Werkzeug.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Optimierung Ihrer Immobilienfotografie.

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Gerade oder schräg?

Grundsätzliches zum Thema Kamerastandpunkt habe ich schon hier geschrieben:http://www.immobilienphoto.com/tutorials/die-kameraposition/

 

In diesem Beitrag soll es um die Ausrichtung der Kamera gehen.

 

Erst einmal zur Ausrichtung zur Horizontalen: Wenn die Kamera nicht waagerecht ausgerichtet ist, kommt es zu den so genannten "Stürzenden Linien", das heißt Linien, die wir in unserem täglichen Leben als senkrecht wahrnehmen, werden auf dem resultierenden Foto schräg dargestellt. Da das viele Betrachter irritiert, ist es in den meisten Fällen ratsam, die Kamera "im Wasser" zu haben.

 

Wie sieht es jedoch mit der Ausrichtung gegenüber den Wänden aus? Bei einer Ausrichtung senkrecht auf die Wand vor der Kamera werden die waagerechten Kanten der Wand auch waagerecht dargestellt. Da es nur eine Ausrichtung dieser Art gibt und unendlich viele, bei denen alle Waagerechten schräg sind, und wir im täglichen Leben selten genau senkrecht auf eine Wand schauen, macht ein Bild, das mit dieser Ausrichtung erstellt wird, eines sofort klar: "Dies ist kein Schnappschuss!" In aktuellen Wohn- und Architekturzeitschriften wird bei vielen Fotos genau diese Ausrichtung gewählt. Auf der anderen Seite kann es etwas eintönig wirken, wenn grundsätzlich alle Fotos einer Serie mit dieser Einstellung gemacht werden. 

Sobald man von der Senkrechten abweicht, hinterlässt das Bild eher den Eindruck, dass die Ausrichtung/Position zufällig gewählt wurde, wie das nebenstehende Bild verdeutlicht. Es sieht wesentlich weniger geordnet aus als das obige. Natürlich kann es Gründe geben, eine solche Ausrichtung zu wählen, in vielen Fällen wirkt ein solches Bild "dreidimensionaler" als bei gerader Ausrichtung. Im allgemeinen macht jedoch eine Serie z.B. in einem Exposé einen wesentlich professionelleren Eindruck, wenn nur einige ausgewählte Fotos schräg aufgenommen wurden.

Eine Ausnahme bei den schrägen Ausrichtungen, ist die auf eine Ecke, so dass beide Wände im gleichen Winkel verlaufen (Die Kamera muss also auf der Winkelhalbierenden stehen, die Ecke genau in der Mitte des Bildes). Auch hier wird dem Betrachter sehr einfach deutlich, dass diese Ausrichtung nicht zufällig gewählt wurde.

 

Es ergibt sicher Sinn, bei der Aufnahme einer Liegenschaft ganz bewusst auf die Ausrichtung zu achten. Schaut man in aktuelle Immobilienanzeigen, wird deutlich, dass dies nur sehr selten gemacht wird. Schauen Sie doch einmal Ihre alten Aufnahmen durch. Vielleicht entdecken Sie ja jetzt Verbesserungspotenzial für die Zukunft.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der bewussten Ausrichtung Ihrer Fotos.

 

 

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Immobilienfotos nur in der Anzeige/Exposé?

Hochwertige Immobilienfotos als Makler ausschließlich für das Exposé und Anzeigen einzusetzen, bedeutet, deren hohen Wert nur eingeschränkt zu nutzen. Um sie zu erstellen, war ein hoher Einsatz notwendig, entweder an Zeit, Können und Ausrüstung oder an Geld, um sich Zeit, Können und Ausrüstung durch einen Dienstleister zu erkaufen. Warum sie nicht möglichst umfassend ausnutzen?

 

Welche Möglichkeiten gibt es für die Verwertung von guten Immobilienfotos über Exposé und Anzeige hinaus? Eigentlich muss man nur auf die Internetseiten der verschiedenen Anbieter von Marketingmaterialien oder Fotogeschenken schauen, um sich inspirieren zu lassen.

 

Drei Beispiele:

  • Warum nicht großformatige Abzüge von interessanten Objekten im Kundenbereich des Büro aufhängen? Dem Besucher wird deutlich gemacht, welche Bildqualität genutzt wird und mit welcher Art von Objekten gehandelt wird. Für den Betrachter ist das auch sicher ansprechender als der Blick auf allseits bekannte Fotos der New Yorker Skyline oder andere vielfach gesehene Replikationen. Darüber hinaus kann man sich einfacher im Gespräch auf die abgebildeten Objekte beziehen.
  • Sehr interessant ist auch die Möglichkeit, einen eigenen Flyer herauszugeben. Auf einem Doppelseiter in DIN A5 lassen sich z.B. ein paar der aktuellen Immobilien darstellen. Dazu ein kurzer Text zu für Käufer/Mieter oder Verkäufer/Vermieter interessanten Themen (Kaufnebenkosten, Immobilienbewertung, Mietpreisbremse oder eine kurze Darstellung des eigenen Unternehmens) und ein paar Fotos von bereits durchgeführten Transaktionen. Das kann unterschiedlich eingesetzt werden: auf Immobilienmessen, als Auslage bei Partnerunternehmen, im Klarsicht-Kasten vor der Tür zum Büro oder als Wurfsendung in Gebieten, in denen man von vermehrten Verkaufsaktivitäten ausgeht. Je nach Druckanbieter erhält man 1000 Flyer im genannten Format für ca. 100 Euro. Dazu kommen noch die Designkosten. Auch andere Branchen können sich das zu Nutze machen. Als Beispiel hier ein Flyer, der für einen Heizungs- und Sanitärbetrieb erstellt wurde. Es kamen unterschiedliche Fotos von durch den Betrieb sanierten Badezimmern und dem Ausstellungsraum zum Einsatz:
Flyer eines Heizungs- und Sanitärfachbetriebs, Vorder- und Rückseite
Flyer Heizungs- und Sanitärfachbetrieb
  • Ein letzter Vorschlag: Man kann dem Käufer im Anschluss an den Notartermin außer dem üblichen Blumenstrauß und einer Flasche Sekt auch einmal eine Tasse mit dem Logo des Maklers und einem interessanten Bild der soeben verkauften Immobilien überreichen. Das bietet sich sicher nicht in allen Fällen an, dort wo es passt, kann man jedoch davon ausgehen, dass dies die neue Bürotasse des Käufers wird. Der Werbeeffekt ist nicht zu unterschätzen.

Wie nutzen Sie Ihre Immobilienbilder? Ich würde mich freuen, weitere interessante Vorschläge von Ihnen zu hören.

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Die korrekte Belichtung von Innenräumen: Eine Herausforderung in der Immobilienfotografie

Immobilienfoto: Blick durch ein halbrundes Fenster, nur die Landschaft draußen sichtbar
Auf die Lichtverhältnisse draußen belichtet

In Innenräumen herrschen starke Kontraste. Die Fenster sind sehr viel heller als die dunkleren Ecken des Raumes. Je kleiner die Fenster und je heller das Tageslicht desto stärker ist dieser Effekt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man damit umgehen kann. Leider wird viel zu oft die erste gewählt, auf die man öfters in Immobilienportalen stößt:

 

Die Kamera wurde in einem Automatikmodus genutzt, der die Belichtung auf das Fenster ausgerichtet hat, weil sich dies in der Mitte des Bildes befindet. Das Bild ist nicht dazu geeignet, einen Eindruck vom Raum zu vermitteln.

 

Mit dieser Erkenntnis kommt man direkt zur zweiten Belichtungstechnik.

Immobilienfoto: Blick auf ein halbrundes Fenster, draußen ist es zu hell, drinnen zu dunkel
Auf die Gesamtfläche belichtet

Man wählt an der Kamera einen Modus, der die Belichtung über die ganze Sensorfläche misst. Das Ergebnis ist ein Bild, bei dem das Fenster zu hell und der Raum immer noch zu dunkel abgebildet wird. Das sorgt dafür, dass weder die Aussicht noch der Innenraum ausreichend zu erkennen ist. Auch solche Bilder sind sicher nicht angemessen, um in einem Exposé abgebildet zu werden.auch wenn man auch so etwas immer wieder in Immobilienanzeigen antrifft.

Blick auf ein halbrundes Fenster, nur der Innenraum sichtbar
Auf die Lichtverhältnisse drinnen belichtet

Wenn man nun auf den Raum belichtet, ist der größte Teil des Problems gelöst. Dazu muss man nur die Kamera auf einen Teil des Raums richten, der über eine mittlere Helligkeit (hier etwa die seitliche Wand mit dem Bild) verfügt. Die Belichtung wird entweder in der Automatik gespeichert oder besser noch gleich manuell korrekt auf diesen Bereich eingestellt. Danach kann die Kamera auf den gewünschten Bildausschnitt ausgerichtet werden.

 

Die manuelle Einstellung hat den Vorteil, das jetzt auch mehrere Bilder aus unterschiedlichen Kamerapositionen mit der selben Belichtungseinstellung gemacht werden können.

 

Das Bild zeigt jetzt den Raum korrekt belichtet, dafür ist der Blick nach draußen  überbelichtet. Damit kann man jedoch schon recht gut leben.

 

Offensichtlich ist es nicht zu schaffen, das Bild so zu belichten, dass sowohl der Ausblick als auch das Rauminnere adäquat zu sehen sind. Das liegt am Kontrastumfang, den heutige Digitalkameras aufnehmen können. Es wurden zwar im Verlaufe der Zeit immer bessere Sensoren entwickelt, an die Wahrnehmung des menschlichen Auges kommen sie in diesem Bereich nicht heran.

 

 

Immobilienfoto: Blick durch ein halbrundes Fenster, der Raum geblitzt, der Blick nach draußen überbelichtet
Mit dem Blitz aufgehellt

Um Ausblick und Inneres gleichzeitig korrekt zu belichten, reicht die Kamera alleine nicht aus. Die vielleicht am nächsten liegende Technik, ist, den Innenraum zusätzlich während des Fotografierens zu beleuchten. Der interne Blitz, den manche Kameras haben, ist wegen der zu geringen Leistung meistens ungeeignet. Das vorliegende Bild wurde mit einem handelsüblichen Aufsteckblitz neben der Kamera mit kleinem Diffusor gemacht, um die Probleme zu verdeutlichen:

  • Auch dieser scheint in der Leistung noch nicht wirklich ausreichend, der Ausblick ist zu hell. Wenn man die Belichtungszeit noch verkürzen kann, kommt man dem gewünschten Ergebnis näher.  Die gewählte Belichtungszeit war 1/30 s. Hier gibt es also noch Spielraum bis zu maximalen Blitzsynchronzeit von 1/200 s.
  • Da die Helligkeit mit dem Quadrat der Entfernung zur Lichtquelle abnimmt, wird das Bild nach hinten hin dunkler.
  • Der Blitz spiegelt sich in Rahmen und Fenster
  • Der Schattenwurf verrät ebenfalls den Blitzeinsatz und macht deutlich, dass das Fenster nicht die Hauplichtquelle ist.

 

Um diese Probleme zu meistern, werden eine Anzahl von Blitzen oder mehrere Fotos mit unterschiedlichen Blitzpositionen benötigt. Die besten Ergebnisse erhält man mit einer professionellen Blitzanlage. Man kann diese Methode beliebig komplex betreiben, um zu guten Ergebnissen zu kommen. Für Werbefotos oder solchen, die in Magazinen, Wohnzeitschriften etc. erscheinen, kann mit dieser Technik Erstaunliches geleistet werden. Für die Verwendung in einem Exposé wird dieser Aufwand häufig gescheut.

Immobilienfoto: Blick durch ein halbrundes Fenster, durch die verwendete HDR-Technik wirken Farben und Kontraste unnatürlich
Mit HDR-Technik bearbeitet

Alternativ kann man eine Belichtungsreihe aufnehmen, die zumindest eine korrekte Belichtung des Innenraums und eine des Ausblicks beinhaltet. Die Fotos der Belichtungsreihe lässt man dann durch eine HDR-Software verschmelzen.

 

Bei dieser Methode ist Vorsicht geboten. Es besteht die Gefahr, dass die Farben sehr unnatürlich wirken. Durch entsprechende Einstellungen der Software und eine passende Nachbearbeitung kann man diesem Umstand entgegenwirken.

 

Bislang habe ich noch keinen HDR-Konverter gefunden, der meinen Ansprüche im Rahmen der Immobilienfotografie im vollen Rahmen entspricht. Auch bei dem gezeigten Beispiel entspricht der Ausblick nicht der Wirklichkeit.

Immobilienfoto: Blick durch ein halbrundes Fenster, sowohl Landschaft draußen als auch der Innenraum korrekt belichtet
Aus einer Belichtungsreihe zusammengesetzt

Eine weitere Möglichkeit beruht ebenfalls auf Belichtungsreihen. Das Bild mit dem korrekt belichteten Innenraum ist die Basis, in die in der Nachbearbeitung die korrekt belichteten Fensterflächen eingefügt werden. Das Ergebnis kommt den Eindruck vor Ort sehr nahe.

 

 

Immobilienfoto: Blick durch ein halbrundes Fenster, innen geblitzt mit heller Außensicht
Aus geblitzter Version und auf den Ausblick belichteter Version zusammengesetzt

Selbstverständlich können die skizzierten Techniken auch kombiniert werden, un das Ergebnis noch weiter zu bearbeiten. So kann man z.B. zur geblitzten Version den Ausblick, den man mit anderen Einstellungen erstellt hat, hinzufügen.

 

 

Es wird deutlich, dass es nicht notwendig ist, Interessenten Exposés mit fehlerhaft belichteten Fotografien anzubieten.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Erstellung Ihrer Innenaufnahmen.

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Panoramen lassen sich auch vertikal einsetzen

Immobilienfoto: Blich auf den Eingang einer Kirche
Kircheneingang

Bei dem Wort "Panorama" denkt man zumeist an ein Bild dessen  horizontale Ausdehnung größer ist als die vertikale. Bei der Panoramatechnik in der Digitalfotografie werden einzelne Bilder, die so fotografiert wurden, dass sie teilweise überlappen, durch ein spezielles Programm oder z.B. die Panoramafunktion der verwendeten Bearbeitungssoftware so zusammengesetzt, dass sie ein Bild ergeben, welches einen Gesamtüberblick wiedergibt. Zumeist werden auch hier eher Bilder im Querformat dargestellt. Dass Hochformat kommt seltener vor. 

 

Natürlich gibt es Situationen, in denen auch Panoramen im Hochformat sinnvoll sind. Auf dem Bild zur Linken wurde ein Ausschnitt der Außensicht einer Kirche abgebildet. Der Fotograf hatte das Problem, dass er wegen der Bebauung nicht weiter zurück gehen konnte, um die Kirche als Ganzes aufzunehmen.

Immobilienfoto: zusammenge"stitchtes" Bild einer Kirche
Bild aus drei Fotos zusammengesetzt

Eine weitere Möglichkeit wäre der Einsatz eines Objektivs gewesen, das einen größeren Aufnahmeausschnitt ermöglicht.

 

In diesem Fall hatte der Fotograf ein Objektiv mit einem Kleinbildäquivalent von ca. 28 mm als "kürzestes" zur Verfügung. 

 

Alternativ wurden drei Aufnahmen gemacht, die sich teilweise überlappen, um damit im Nachhinein ein Zusammensetzen durch eine so genannte Stitchingsoftware  zu ermöglichen.

 

Auf diese Weise ergibt sich ein Bild, das sicher über gewisse Verzerrungen verfügt,  dem Betrachter aber eher einen Überblick über das Gebäude ermöglicht, als einer oder auch mehrere Ausschnitte.

 

Um das Gebäude auch in seiner gesamten Breite abzubilden, können mehrere Reihen von Einzelbildern erstellt werden. Bei dem vorliegenden Motiv würden sechs Ausgangsbilder ausreichen - zwei Reihen mit je drei Bildern.

 

Gerade wegen der Verzerrungen und der Tatsache, dass dem Betrachter ein größerer Freiraum um das Gebäude vorgemacht wird als tatsächlich vorhanden, ist es im Einzelfall sicher besser, in der Beschreibung das Bildes auf die Vorgehensweise der Erstellung, zumindest jedoch auf deren Auswirkungen hinzuweisen.

Immobilienfoto: Kirchenschiff mit einzelnen Besuchern
Kirchenschiff

Bei der Nutzung dieser Technik treten häufiger Bildfehler auf, die daher rühren, dass die Kamera während der Aufnahmen in einer Art verdreht bzw. verschoben wurde, dass sich durch die Veränderung des Kamerastandpunkts im Überlappungsbereich der Einzelbilder Paralaxenfehler ergeben.

 

Um dies zu vermeiden, können Nodalpunktadapter zwischen Stativ und Kamera eingesetzt werden. Die hier gezeigten Beispiele wurden jedoch aus der Hand fotografiert. Dies ist besonders dann möglich, wenn wenn das Motiv an den Überlappungsstellen keine extremen Entfernungsunterschiede zwischen Vorder- und Hintergrund aufweist. Wird versucht, die Kamera zwischen den einzelnen Aufnahmen um die vordere Linse des Objektivs zu drehen, kommt man der Funktion eines Nodalpunktadapters schon recht nahe.

Immobilienfoto: Blick in die Kirche mit Boden und Decke
Mit Deckensicht

Dass diese Technik nicht nur auf Außenaufnahmen beschränkt sein muss, zeigt das zweite Beispiel, bei dem die gleiche Kamera/Objektiv-Kombination verwendet wurde. 

 

Das zweite Bild gibt einen wesentlich besseren Raumeindruck wieder, als das Einzelbild dazu in der Lage ist.

 

Der Einsatz dieser Technik ist selbstverständlich nicht nur auf die Abbildung von Kirchen beschränkt. Bei der Fotografie kleinerer Räume, wie es z.B. bei Badezimmern oft der Fall ist, kann das Erstellen von Panoramen vertikal wie horizontal sehr hilfreich sein. Auch Treppenhäuser lassen sich häufig nicht ohne Einsatz von Panoramen angemessen ablichten.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung für Ihre eigenen Bilder.

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Das Wichtigste bei der Immobilienfotografie: Die Immobilie

Immobilienfotografen haben weniger Freiheiten als z.B. Fotografen, die Menschen ablichten. Wenn der Fotograf von Frau Dr. Merkel in der Nachbearbeitung die Mundwinkel etwas nach oben zieht und die Zeichen der Zeit auf der Haut abmildert, dann ist das keine große Sache. Retuschiert der Immobilienfotograf einen Riss oder einen Schimmelfleck weg, kann das durchaus rechtliche Konsequenzen haben.

 

Die Vorbereitung ist umso wichtiger, je stärker man in der Nachbearbeitung eingeschränkt ist. Der Porträtfotograf vertraut einer Visagistin (in seltenen Fällen einem Visagisten), um das gewünschte Aussehen zu erzielen. Wie soll nun die Immobilie vorbereitet werden?

 

Sie muss in erster Linie aufgeräumt sein. Fast niemand wohnt gerne in einer sterilen Wohnung, die aussieht wie in einem Möbelhaus. Auf der anderen Seite möchte aber niemand in dem "Chaos" eines anderen wohnen, man zieht sein eigenes vor. Entsprechend muss das Objekt vor dem Fototermin vorbereitet werden.

 

Die Fernsehzeitung wird vom Wohnzimmertisch entfernt, die leeren Pfandflaschen kommen in den Keller. Die Sammlung von Duschgels, Shampoos, Zahnpasten, Deos etc. wird aus dem Badezimmer verbannt. Offensichtlich dringend notwendige (Schönheits-)Reparaturen werden erledigt. Dass das Objekt geputzt sein sollte, wird jedem einleuchten. Wird ein Gebrauchtwagen verkauft, fährt man ihn auch durch die Waschanlage und saugt ihn aus. Professionelle Händler geben den Wagen zu einem Aufbereiter.

 

Zwei typische Fälle, wie sie in meiner Praxis immer wieder vorkommen:

 

Der Wohnungsbesitzer zieht um. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der neuen Immobilie. Das bisherige Objekt, das verkauft werden soll, wird weniger gepflegt. Der Rasen wird nicht mehr gemäht, das Unkraut nicht gejätet, Hecken und Büsche nicht geschnitten. Gerade jetzt wäre das aber wichtig. Die Außenanlagen bewirken den ersten Eindruck, den der Interessent sowohl durch die Fotos als auch bei der Besichtigung erhält. Auch im Inneren gibt man sich weniger Mühe, schließlich ist man ja nicht mehr lange da.

 

Hier sollte man alles, was bis zum Umzug sicher nicht mehr benötigt wird, bereits frühzeitig in Kisten verpacken und diese z.B. im Keller oder Garage verschwinden lassen. Das gilt natürlich besonders für Gegenstände, die offen herumstehen. Das Feuerzangenbowlen-Set wird man wahrscheinlich erst wieder zu Silvester benötigen. Es gibt keinen Grund, es auf der Arbeitsplatte auszustellen. Für das Rudergerät im Wohnzimmer bleibt sowieso keine Zeit, es kann also von der Bildfläche verschwinden. Ein Großteil der Bücher im Regal kann auch schon einmal eingepackt werden. Alles das macht den Raum frei für die Ausstattungsideen der Interessenten, die er vor seinem Inneren Auge erscheinen lässt.

 

Zweiter Fall: Der Wohnungsbesitzer ist verstorben oder musste in ein Pflegeheim ziehen. Angehörige kümmern sich um die Liegenschaft und ihren Verkauf. Den Außenanlagen geht es ähnlich wie im ersten Fall. Im Inneren fehlt ggf. ein Teil des Mobiliars, Kisten stehen verteilt in der Wohnung herum.

 

Da die Wohnung sowieso geräumt werden muss und man in diesem Fall den Zeitpunkt frei wählen kann, empfiehlt es sich meistens, in zwei Etappen vorzugehen. Bäder und Küchen werden bis auf das Mobiliar leergeräumt. Die übrigen Räume werden "entschlackt", Regale und Vitrinen weitestgehend geleert und das Mobiliar ggf. dezimiert, um der Wohnung einen luftigeren Charakter zu geben. Aber Vorsicht: Das Entnehmen von Bildern und Schränken kann Maler- oder Tapezierarbeiten nach sich ziehen. Sollten tiefer greifende Maßnahmen am Objekt notwendig sein, kann sich die Beauftragung eines Homestagers - dem "Aufbereiter" für Verkaufsimmobilien – anbieten. Die Wohnung kann dann nach dem erfolgten Verkauf komplett geräumt werden.

 

Der Immobilienfotograf kann attraktive Bilder erstellen. Ob die Immobilie darauf auch attraktiv erscheint, liegt nicht zuletzt an ihrer Vorbereitung.

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Die richtige Immobilienkamera: Die Sache mit den Megapixeln

Die Wahl der richtigen Kamera für die Immobilienfotografie ist nicht ganz einfach. Wie schon festgestellt ist das Objektiv das Wichtigste daran. Üblicherweise besitzen Kameras mit festem Objektiv nicht die notwendige Weitwinkligkeit, wie man sie in der Immobilienfotografie in Innenräumen zumeist benötigt. Damit bleiben ausschließlich Spiegelreflexkameras und spiegellose Systemkameras mit Wechselobjektiven in der engeren Wahl.

Trotz dieser Eingrenzung bietet sich immer noch eine große Anzahl von Kameras an.

 

Gibt es Kennzahlen, mit denen man die Auswahl weiter einschränken kann? In diesem Beitrag soll auf die Auflösung, also die Anzahl der Megapixel eingegangen werden. Hiermit werben die Hersteller auch heute noch sehr gerne. Wenn alle anderen Parameter gleich sind, kann man natürlich die Kamera mit der höheren Auflösung einer mit weniger Megapixel vorziehen. Leider ist die Realität nicht so einfach. Mit der Veränderung der Auflösung geht zumeist auch eine Änderung anderer Werte einher, z.B. der des Preises.

 

Wieviele Megapixel werden nun für die Immobilienfotografie benötigt? Und wieviel sind 50% Punkte mehr auf dem Sensor eigentlich wirklich?

 

Zur ersten Frage:

  • Makler veröffentlichen Ihre Exposés zumeist bei Internetportalen. Bei Immobilienscout24 werden Bilder z.B. höchstens mit einer Auflösung von bis zu 1106 x 830 Punkten angezeigt. Das ist etwas weniger als ein Megapixel. Es wird kaum ein Unterschied feststellbar sein, ob ein solches Bild aus 12, 18, oder 36 Megapixel herunter skaliert wurde.
  • Darüber hinaus werden Bilder im ausgedruckten Exposé höchstens in DIN A4 (ca. 20 x 30 cm)- eher kleiner -ausgedruckt. Bei einer Qualität von 300 DPI werden hierfür ca. acht Megapixel benötigt.
  • Möchte man ein Bild z.B. als Plakat in 1,5 x 1 Meter ausgedruckt haben, so empfiehlt ein Druckdienstleister z.B. mindestens zwölf Megapixel, mehr wären besser.

 

Man sieht, für viele Anwendungen reicht die Auflösung einer Kamera aus dem unteren Preissegment mit vielleicht 18 Megapixeln völlig aus.

Was bedeuten nun z.B. 50% Megapixel mehr?

 

Dazu die nebenstehende Grafik. Sie zeigt das Verhältnis der Flächen von Bildern, die mit drei verschiedenen, willkürlich ausgewählten Kameras erstellt wurden, bei gleicher Anzahl der DPI zueinander.

 

Das schwarze, innere Rechteck repräsentiert ein Bild, das mit einer der derzeit günstigsten Spiegelreflexkameras auf dem Markt, einer Canon EOS 1300D erstellt wurde (ca. 18 Megapixel). Eine Preisklasse höher ist die Canon EOS 760D mit 24 Megapixeln angesiedelt, hier durch das graue Rechteck repräsentiert. Das graue Rechteck ist nur unwesentlich größer als das schwarze. Das heißt, bei gleicher Qualität könnte man das Bild der teureren Kamera nur wenig größer ausdrucken, obwohl diese gut 30% mehr Megapixel anbietet.

 

Das hellgraue Rechteck stellt die Ausgabe einer Nikon D810 mit 36 Megapixeln, - 50% mehr als die 760D von Canon - dar. Auch hier fällt der Unterschied erstaunlich klein aus. Die Verdoppelung der Pixelanzahl (1300D - D810) führt dann schon dazu, dass Bilder sichtbar größer ohne Qualitätsverlust ausgedruckt werden können.

 

Dies kleine Beispiel zeigt, dass erst eine erhebliche Erhöhung der Anzahl der Bildpunkte dazu führt, dass Bilder sichtbar größer ausgedruckt oder technisch bessere Ausschnitte gemacht werden können. Der Effekt der Pixelanzahl ist geringer, als uns unser Bauchgefühl und so manche Werbung vormacht.

 

Fazit: Für viele Anwendungen (Internet, Exposé) werden hohe Megapixelzahlen gar nicht gebraucht. Der Effekt höherer Auflösungen wird gerne überbewertet. Deshalb sollte genau überlegt sein, welche Mindestauflösung wirklich benötigt wird. Dabei ist darauf zu achten, dass die verwendeten Objektive die theoretisch mögliche Auflösung auch wirklich bedienen können und eine entsprechend scharfe Abbildung leisten. Ggf. ist es besser, mehr in das Objektiv zu investieren.

 

Die Anzahl der Megapixel stellt in sehr vielen Fällen keine geeignete Kennzahl bei der Auswahl einer Kamera für die Immobilienfotografie dar. In Folgebeiträgen soll auf weitere Auswahlkriterien eingegangen werden.

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Selber machen oder machen lassen?

Gestern rief mich ein Makler an: Wieviel ich für die Fotografien eines Hauses für ein Exposé typischerweise berechne. Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass der Herr schon seit längerem solche Fotos selber erstellt, eine entsprechende Ausrüstung angeschafft hat und auch bereits mehrere Fotografieseminare besucht hat. Man kann also davon ausgehen, dass der Anrufer durchaus selber in der Lage ist, ansprechende Immobilienbilder für Exposés zu erstellen. Er stellte sich jedoch die Frage, ob er die Zeit, die er für die Erstellung der Fotos und deren Nachbearbeitung benötigt (plus Fahrzeiten) nicht besser für andere Aktivitäten nutzen solle. "Zeit ist Geld".

 

Make or buy ist eine klassische Frage. Der typische Unternehmensberater antwortet in den letzten 20 Jahren darauf: "Konzentrieren Sie sich auf Ihr Kerngeschäft!" Diese Antwort wird sicher nicht jedem passen. Im Grunde stellt sich die Frage, welche Kosten hat die jeweilige Lösung und welchen Nutzen erreiche ich.

 

Der Selbermacher muss einen Fototermin absprechen, zur Liegenschaft und wieder zurück fahren, die Fotos erstellen und hinterher bearbeiten. Wenn er das wirklich gut macht, kann man dafür sehr schnell einen halben Arbeitstag als Minimum ansetzen. Nun wird der eine oder andere argumentieren, dass er die Fotos nebenbei bei einem Kundenbesuch "knipst" und vor der Veröffentlichung nicht weiter bearbeitet. Solche Bilder sieht man des Öfteren in den Immobilienportalen. Die Kosten dieser Vorgehensweise durch entgangene Interessenten, entgangene Vermarktungsobjekte und verärgerte Kunden kann man meines Erachtens gar nicht hoch genug ansetzen.

 

Weiterhin wird eine Kameraausrüstung benötigt, die von der eines Gelegenheitsknipsers erheblich abweicht, und, was sehr viel wichtiger ist, das notwendige Knowhow muss vorhanden sein. Das kostet Zeit und Geld. Handelt es sich um einen engagierten Amateurfotograf, kann man diese Kosten ggf. vernachlässigen. Dem gegenüber steht das Honorar, welches der Fotograf verlangt. Die Kosten beider Vorgehensweisen lassen sich recht gut gegenüberstellen.

 

Wie sieht es mit dem Nutzen aus? Der professionelle Fotograf liefert gute Bilder, die das Objekt optimal abbilden. Tut er das nicht, muss er nachbessern. Beim nächsten Mal wird man dann auf einen anderen Fotografen zurückgreifen. Sollten selber erstellte Bilder qualitativ enttäuschen, so beantwortet sich "machen oder machen lassen" von selber.

Der Nutzen durch die Bilder selber sollte sich also nicht unterscheiden. Über das Bildergebnis hinaus ist die Beauftragung eines Fotografen ein Zeichen für den Verkäufer, dass sich der Makler engagiert. Auch in Akquisegesprächen bezüglich neuer Vermarktungsobjekte dient dieses Vorgehen als willkommenes Argument.

 

Der Antwort auf die Ausgangsfrage kann man sich nähern durch Subfragen wie:

  • Kann ich mehr erreichen, wenn ich einen halben Tag z.B. für Kundentelefonate einsetze anstatt für die Fotografie einer Liegenschaft.
  • Wie oft kann ich einen Fotografen für den Gegenwert der Ausrüstungs- und Ausbildungskosten engagieren.
  • Macht mir die Fotografie überhaupt Spaß? - Wenn nicht, wird es schwer, gute Ergebnisse zu erzielen.

Eine wohlüberlegte, gute Entscheidung wünscht

 

Holger Slaghuis

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Juli-Aktion von Immobilienphoto.com für Makler in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen

Immobilienfotos in Anzeigen und Exposés haben einen großen Einfluss auf das Verhalten potenzieller Interessenten. Leider nutzen immer noch viele Verkäufer und Makler lieblos erstellte Fotos für Ihre Verkaufsobjekte.

Dabei haben gute Immobilienfotos verschiedene Vorteile, z.B.:

  • Je besser man eine Immobilie anhand der Bilder einschätzen kann, desto weniger Zeit wird durch Besichtigungstermine vergeudet, bei denen Interessenten schon nach kurzer Zeit sehen, dass die besichtigte Liegenschaft nicht für sie in Frage kommt.
  • Je positiver die Immobilie auf den Fotos dargestellt wird, desto mehr Interessenten wird das Objekt finden. Das verkürzt die Zeit bis zum erfolgreichen Abschluss und macht die potenzielle Erzielung eines höheren Verkaufspreises wahrscheinlicher.
  • Für einem Makler, der davon lebt, die Vermietung oder den Verkauf von Immobilien anzubahnen, helfen gute Fotos, leichter an Vermarktungsobjekte zu kommen. Immobilienverkäufer können Makler am leichtesten an Hand ihrer bisherigen Arbeit vergleichen. Nicht wenige Verkäufer suchen sich „ihren“ Makler danach aus, wie er bisher seine Objekte präsentiert hat.

Makler mit Objekten in Heidelberg, Mannheim oder Ludwigshafen haben im Monat Juli die Chance, risikolos eine Liegenschaft professionell fotografieren zu lassen. Schicken Sie eine email an

 

holger.slaghuis@immobilienphoto.com

 

mit dem Code JULIPHOTO im Betreff oder nutzen Sie die Kontaktseite:

 

Immobilienphoto.com kommt auf Sie zu und vereinbart einen Fototermin. Nach Erstellung und Bearbeitung der Fotos, werden sie Ihnen  präsentiert. Gefallen die Bilder nicht, werden keinerlei Kosten fällig. Nur wenn Sie die Bilder verwenden möchten, zahlen Sie das vorher vereinbarte Honorar.

 

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich positiv von Ihrem Wettbewerb abzusetzen.

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Immobilienfotobuch

Fotobuch mit Bildern von Immobilienphoto.com
Fotobuch

Ich bin auf der Suche nach einem Medium, mit dem ich eine Auswahl meiner Fotos Geschäftspartnern und Interessenten zeigen kann. Meine Anforderungen sind außer einer guten Bildqualität: 

  • Intuitive Bedienung
  • Kurze Zeit vom Einschalten bis zur Nutzung
  • Unabhängigkeit vom Stromnetz
  • Unabhängigkeit vom Zugriff auf das Internet
  • Lange Akkulaufzeit (falls Akkus benötigt werden)
  • Geringes Gewicht

Mit diesem Anforderungsprofil sind Notebooks, Tablets und Smartphones nicht meine erste Wahl. Das Angebot der Firma Saal-Digital (#saaldigital), ein Fotobuch von ihnen zu testen, kam mir da sehr gelegen.

 

Eine Innenseite des Fotobuchs mit Bildern von Immobilienphoto.com
Eine Innenseite des Fotobuchs

Es gibt sicher auch weitere Anwendungen für ein Immobilienfotobuch:

 

Über die Darstellung des Portfolios eines Immobilienfotografen hinaus ist ein solches Buch auch interessant für den Immobilienmakler. Neben der Darstellung seines aktuellen Angebots ist eine zweite Möglichkeit, die Highlights seiner Vermittlungstätigkeit der letzten Zeit darzustellen. Handelt es sich hierbei um eine qualitativ hochwertige Darstellung, so ist dies ein ideales Hilfsmittel in Gesprächen mit potenziellen Immobilienverkäufern, um neue Vermarktungsobjekte zu akquirieren.

 

Handwerker können mittels eines solchen Buches ihre abgeschlossenen Projekte zeigen, um Interessenten von ihren Fähigkeiten zu überzeugen und Anregungen zu geben.

 

Weiterhin nimmt die Anzahl der Personen zu, die "Wohnen" zu ihrem Hobby gemacht haben. Unzählige Hochglanzmagazine am Kiosk und Einrichtungsshows im Fernsehen zeugen davon. Diese Gruppe kann mit einem professionell erstellten Fotobuch ihre Erfolge bei Bau, Umbau, Einrichtung und Dekoration dokumentieren.

 

Nun zum Test des von mir genutzten Produkts:

Screenshot mit der Bestellsoftware
Die Bestellsoftware

 

Bestellung

 

Es wird eine App genutzt, die man auf seinem Computer (PC oder Apple) herunterladen kann. Nach Installation und Aufruf des Programms wird zuerst das gewünschte Produkt gewählt. Ich habe mich für ein Fotobuch in A4 quer mit 26 Seiten entschieden. Das Querformat wurde deshalb gewählt, weil ein großer Teil der Immobilienfotos (nicht nur meiner) in diesem Format erstellt wird. Darüber hinaus ermöglicht dieses Format, Panoramen über zwei Seiten zu strecken.

 

Nach Auswahl des gewünschten Formats kann man direkt mit der Erstellung des Buchs beginnen. Die Software erscheint mir intuitiv und einfach handhabbar. Viele Features wie vorgefertigte Layouts oder Designs, Filter oder Rahmen habe ich nicht genutzt und kann deshalb dazu nichts sagen. Die Bilder wurden einfach Format füllend auf die einzelnen Seiten gezogen. Pro Seite wurden also ein oder zwei Bilder abgebildet oder ein Panorama über zwei Seiten gelegt.

 

Ein Softwarefehler, mit dem ich jedoch leben kann: Man sollte nicht versuchen, ein Bild auf die Übersichtsleiste unten in der App zu ziehen. Das Foto wird dann sehr groß auf die entsprechende Seite gelegt und lässt sich nicht verkleinern.

 

Screenshot der Statusverfolgung auf der Seite des Herstellers
Statusverfolgung im Internet

Nach Abschluss des Designs kommt man in den eigentlichen Bestellprozess. Im Anschluss werden die Daten über das Internet zum "Labor" übermittelt. Ich habe den Eindruck, dass die Datenmenge vor dem Versand bereits optimiert wird, da die übermittelte Datenmenge weitaus geringer ausfiel als die Summe der Einzelbilddaten. Es gibt auch die Option, die Daten per CD zu versenden.

 

Nach Abschluss der Übertragung ist es möglich, den weiteren Ablauf auf der Seite von Saal-Digital zu verfolgen.

 

Laufzeit

 

Nachdem das Buch am Abend von mir in Auftrag gegeben wurde, war es bereits am Mittag des folgenden Tages fertig produziert. Die Übergabe an den Logistikdienstleister erfolgte am späten Nachmittag, am darauf folgenden Tag hielt ich das Buch in den Händen. Der gesamte Prozess dauerte in meinem Fall ca.1,5 Tage. Ich gehe davon aus, dass diese Dauer bei einer Auftragsvergabe am Morgen noch kürzer gewesen wäre.

 

Ich kann mir vorstellen, dass mein Auftrag als "Testuser" bevorzugt bearbeitet wurde. Das ist aber nur eine Vermutung von mir.

Pappumschlag mit Fotobuch wie von der Post angeliefert
So kam das Fotobuch an

Ergebnis

 

Die Lieferung erfolgte in einem Pappumschlag. Das Buch wurde zusätzlich durch einen Polystyrolumschlag geschützt und war von einer Kunststofffolie umgeben. Alle drei Verpackungen waren einfach zu öffnen. Das Buch kam unbeschädigt an und entspricht meinen Erwartungen. Die Bilder sind scharf und kontrastreich, Farben und Helligkeiten entsprechen dem Ausgangsmaterial. Das Buch lässt sich leicht handhaben. Panoramen werden am Knick zwischen den Seiten übergangslos dargestellt.

Fazit

Erstellungssoftware, Laufzeit und Qualität des Ergebnisses genügen meinen Anforderungen völlig, sodass ich diesen Hersteller sicher auch bei Fotobüchern, die ich zukünftig in Auftrag geben werde (für Kundenprojekte und weitere Portfolios), in die engere Wahl ziehen werde.

 

Immobilienfotobuch: Panorama eines Showrooms
Panorama eines Showrooms im Fotobuch

 

PS Hier noch der Link auf das digitale Fotobuch:

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Ungeheuer an der Grundstücksgrenze

Wie schon im letzten Artikel angedeutet, kann das Fotoequipment auch einmal für andere Motive als Häuser und Wohnungen herhalten. Der Umgang mit der Kamera übt nicht nur sondern macht auch Spaß.

 

Feier- und Brückentag boten die Gelegenheit, einmal das Grundstück zu durchstöbern und das eine und andere Mitlebewesen abzulichten.

 

Anders als bei der Immobilienfotografie musste ohne Stativ gearbeitet werden, da die Motive sehr mobil waren. Darüber hinaus wäre das Weitwinkelobjektiv mit Sicherheit nicht das Mittel der Wahl gewesen.

 

 

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Passfotos ausdrucken

Kein Immobilienfoto, Passfoto von Holger Slaghuis
Ausschnitt aus Portraitfoto

Heute wurde spontan ein neues Passbild benötigt. Die Fotoausrüstung musste sich auch einmal abseits der Immobilienfotografie nützlich machen.

 

Aber wie kommt man ohne den eigenen Fotodrucker oder geeignetes Papier auf die Schnelle zu Passfotos? In vielen Drogeriemärkten gibt es die Möglichkeit, Fotos direkt auszudrucken. Leider ist es oftmals nicht möglich, dieses im Passfoto-Format von 35x45 mm zu tun.

 

So kommt man trotzdem an 8 Passfotos für 27 Cent (aktueller Preis bei dem mir am nächsten liegenden Drogeriemarkt):

 

Im Drogeriemarkt meiner Wahl lassen sich Bilder im Format 10x15cm ausdrucken. Für dieses Zielformat kann man sich ein leeres Bild in seinem Bildbearbeitungsprogramm mit dem Ausmaß  4500 x 3000 Punkten (Querformat) anlegen. Das entspricht mehr als 750 Pixel/Zoll, damit sollte man auf jeden Fall, was die Auflösung der Datei angeht, die an den Drucker gesandt werden soll, auf der sicheren Seite sein.

 

Auf diesem Hintergrund sollen 8 Passbilder verteilt werden. Da die "Belichtung" des Fotoausdrucks automatisch erfolgen wird, kann man das Bild mit einem 18%igen Grau ausfüllen. Bleibt der Hintergrund weiß, dunkelt die Automatik die eigentlichen Bilder etwas ab, was normalerweise nicht gewünscht ist. 

 

Die gewünschten Passbilder werden auf eine Größe von 1350 x 1050 Punkte verkleinert. Bei Ausdrucken in anderern Abmessungen als 10x15 cm, müssen die genannten Formate entsprechend angepasst werden. Jetzt kann man zwei Reihen mit je vier Passbildern dieser Größe auf dem Hintergrund verteilen. Wenn man die Bilder direkt nebeneinander setzt, benötigt man hinterher weniger Schnitte mit der Schere.

Kein Immobilienfoto, 8 Passfotos von Holger Slaghuis auf einem Bild
Bild für den Ausdruck am Automaten

 

Das Ergebnis der Verteilung kann man jetzt auf einem USB-Stick speichern und dann geht's zum Drogeriemarkt um die Ecke. 

 

Ob der geringe Preis den Aufwand rechtfertigt, muss  jeder für sich entscheiden. Vielen wird die Möglichkeit, so lange zu fotografieren, bis man mit dem Ergebnis 100%ig zufrieden ist, sehr attraktiv erscheinen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, vorübergehende Unschönheiten wie kleine Pickel etc. wegzuretuschieren.

 

Die Retusche sollte aber auf keinen Fall übertrieben werden, anhand der Fotos soll man ja identifiziert werden können. Fehlen ständige vorhandene Charakteristika, kann man unter Umständen in größere Probleme kommen. Da sollte man es mit der persönlichen Eitelkeit nicht zu weit treiben. Darüber hinaus sind bei biometrischen Bildern die jeweiligen Vorgaben genau zu beachten.

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Das Pareto-Prinzip in der Immobilienfotografie

Kein Immobilienfoto, Diagramm mit der Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen (Preis/Leistung) jeweils in Prozent des Gesamtbetrags.
Typischer Kosten/Nutzen-Verlauf

Die sogenannte 80/20-Regel von Pareto (1848-1923) wird heute häufig im Projekt- und Zeitmanagement angewendet: 80% der geforderten Projektergebnisse lassen sich mit 20% des Gesamtaufwandes erzielen. Für die letzten 20% der Leistung werden 80% des Aufwandes benötigt. Das heißt, der "80/20-Punkt" im Aufwandsdiagramm ist der mit dem besten Kosten/Nutzen-Verhältnis.

 

Diese Regel gilt für viele Projekte und Anwendungen. Gilt das Pareto-Prinzip auch in der Immobilienfotografie?

 

Wird eine Immobilie mit möglichst wenig Aufwand fotografiert, so heißt das z.B. der Immobilienkäufer macht eine schnelle Außenaufnahme des Objekts, um seinem Hauptsponsor - beispielsweise der Großmutter - einen Eindruck von der Liegenschaft zu vermitteln.

 

Großer Aufwand hieße hingegen das Wohnzimmer komplett neu einzurichten, eine professionelle Blitzanlage aufzustellen und einzumessen und dann das gewünschte Bild zu fotografieren. Das könnte z.B. für das Titelbild eines Wohnmagazins sinnvoll sein.

 

Beide Beispiele zeigen, dass nicht immer der Punkt mit dem besten Kosten/Nutzenverhältnis der einzig sinnvolle ist. Sollen die Fotografien im Zusammenhang mit dem Vertrieb eine Immobilie genutzt werden, so befinden wir uns ziemlich genau an diesem Optimum. Der erwartete Nutzen der Bilder ist z.B.:

  • das Interesse möglichst vieler potenzieller Käufer soll geweckt werden,
  • Interessenten sollen ein möglichst positives Gefühl im Zusammenhang mit der abgebildeten Immobilie erlangen,
  • die Anzahl der Besichtigungen, die nicht zu einem führen, soll möglichst minimiert werden,
  • die Kompetenz des Maklers soll hervorgehoben werden, um z.B. bei die Akquise weiterer Vermarktungsobjekte zu unterstützen

Um diese Ziele zu erreichen, ist es notwendig, dass ein entsprechend geschulter Fotograf die in einen ordentlichen Zustand befindliche Immobilie mit professionellem Equipment und ausreichender Zeit fotografiert. Außerdem ist entsprechende Zeit in die Nachbearbeitung zu investieren. Erhöht man den Aufwand wesentlich, wird man kaum wesentliche Veränderungen bei der Umsetzung der oben genannten Zielen feststellen können. Jede, auch kleinere Verminderung des Aufwands führt schnell zu einer drastischen Zielverfehlung.

 

Ein weiteres Beispiel für die Anwendung des Pareto-Prinzips in der Immobilienfotografie ist die Auswahl der genutzten Ausrüstung. Mit einer einfachen "Point and Shoot"-Kamera können die oben genannten Ziele schwerlich erreicht werden. Mit einer Systemkamera aus dem unteren Preissegment, einem Weitwinkel-Objektiv (16mm Kleinbildäquivalent) und einem standfesten Stativ können angemessene Fotografien erstellt werden. Jede weitere Investition in eine umfangreichere Ausrüstung oder teurere Komponenten werden nur mit geringfügig besseren Ergebnissen belohnt.

 

Das heißt gerade in der Makler/Exposé-Fotografie befinden wir uns in einem Bereich, der stark vom Pareto Prinzip (bzw. der 80/20-Regel) geprägt ist.

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Fotografie im Konzert

Kein Immobilienfoto, Bild von zwei Sängerinnen während eines Konzerts
Sängerinnen im Konzert

In diesem Blog sollen in Zukunft Themen behandelt werden, die nicht an eine andere Stelle auf dieser Seite passen, weil sie beispielsweise nichts mit Immobilien zu tun haben (oder mit Fotografie). Der Abstand zwischen den einzelnen Postings wird höchst unterschiedlich sein.

 

Heute soll es um das Thema Konzertfotografie gehen.

Gestern habe ich bei einer Veranstaltung Musiker fotografiert. Eines der Hauptprobleme (neben dem Bemühen, die Umgebung möglichst wenig durch hektisches Umherlaufen zu stören) sind dabei die korrekte Belichtung der Fotos. 

 

Bei einem solchen Konzert wird die Bühne meistens mit Spots beleuchtet, während der Rest des Raumes weitestgehend im Dunkeln bleibt - im vorliegenden Fall auch der Bühnenhintergrund. Die starken Kontrastunterschiede zwischen beleuchteten und unbeleuchteten Teilen der Bühne  und zwischen der unterschiedlich hellen Kleidung der Musiker macht es einer Automatik sehr schwer, die Belichtung korrekt einzustellen. Hier bietet es sich an, im manuellen Modus zu arbeiten. Der Ausschuss wird nicht nur geringer, sondern die einzelnen Bilder werden auch vom Look sehr ähnlich. Die Verschlusszeit wird so eingestellt, dass sich möglichst keine Verwackler einstellen. Über die Blende wird die gewünschte Schärfentiefe gewählt. Mit der Empfindlichkeit (ISO) wird dann die korrekte Belichtung eingestellt. Im vorliegenden Fall wurden die Werte mit Priorität auf geringe Empfindlichkeit gewählt, um mögliches Rauschen zu unterdrücken.

 

 

Kein Immobilienfoto, 3 ähnliche Fotos mit unterschiedlicher  Beleuchtungsfarbe von einer Band während eines Konzerts
Das wechselnde Licht auf der Bühne führt zu unterschiedlichen Stimmungen

 

Der Weißabgleich wurde auf Automatik gestellt. Die üblichen Lichteffekt sorgen für unterschiedliche Lichtfarben, wie oben zu sehen ist. Das kommt jedoch dem realen Erleben recht nahe. 

 

Der Einsatz eines Blitzes - wie gleichzeitig vom anwesenden Zeitungsfotografen verwendet - ist nicht zu empfehlen, das ist ein garantierter Stimmungskiller, wenn nicht schon im Konzert selber dann spätestens auf den Fotos. Die Bilder haben mit der erlebten Lichtstimmung nichts mehr zu tun.

 

Kein Immobilienfoto, 3 Bilder von einem Konzert aus der gleichen Perspektive jedoch mit unterschiedlichen Brennweiten
gleicher Kamerastandpunkt, unterschiedliche Brennweiten

Um etwas Abwechslung in die Bilder zu bringen wurde nicht nur Hoch- und Querformat gemischt sondern auch mit verschiedenen Brennweiten gearbeitet. Auf ein wildes Hin- und Herlaufen habe ich verzichtet, um das Restpublikum nicht zu verärgern. Es wurden 24, 50 und 90 mm am APS-C Sensor verwendet. Die Festbrennweiten stellen für mich eine gute Alternative gegenüber einem Zoomobjektiv mit vergleichbaren optischen Eigenschaften (Lichtstärke, Schärfe etc.) dar.  Der Nachteil des Objektivwechsels während des Shootings, die zwischen den einzelnen Stücken problemlos durchgeführt werden konnten, wird durch den geringeren Preis und das leichtere Fotografiewerkzeug wettgemacht.

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